Diverses Bei Continental schwinden die Abwehroptionen

Der Autozulieferer Continental sammelt bei der Suche nach einem Weißen Ritter zur Abwehr der feindlichen Kaufofferte Schaefflers Absagen. So hat der Konzern nach FTD-Informationen diverse Finanzinvestoren angesprochen. Aktuelle Informationen und Hintergründe lesen Sie im folgenden Dossier.

Contis Versuch, einen Investor zum Einstieg zu bewegen und sich so für Schaeffler unattraktiv zu machen, verläuft allmählich im Sande. Geworben hat Conti offenbar um die US-Investoren Blackstone, Bain Capital, KKR, Goldman Sachs sowie die britische Permira. Doch diese Private-Equity-Firmen seien nicht ernsthaft interessiert, ebenso wenig wie andere große Spieler der Branche wie Carlyle, heißt es in Finanzkreisen.

Bis zum 27. August läuft noch Schaefflers Offerte an Contis Aktionäre, denen die fränkische Familienfirma 70,12 Euro je Aktie bietet. Dieses Gebot haben Contis Vorstand und Aufsichtsrat als zu niedrig abgelehnt und kritisieren zudem, dass Schaeffler sich vor seinem Gebot heimlich über Swap-Geschäfte den Zugriff auf 28 Prozent an Conti gesichert hatte.

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Übernahmepoker: Conti weist Schaeffler-Offerte zurück
Der Automobilzulieferer hat das Kaufangebot der Schaeffler-Gruppe abgelehnt. Zur Begründung wählte man in Hannover deutliche Worte. Die Gewerkschaft IG BCE kritisierte unterdessen Conti-Chef Manfred Wennemer scharf.

Wennemer sucht den Kompromiss
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