Diverses Berge versetzen

Wo der Staat klein beigibt, fangen sie erst an: Deutschlands Stifter leisten Gewaltiges für die Gesellschaft.

Karsten Kieserling ist Unternehmer
durch und durch. Die kleine Spedition seines Vaters Erich in Bremen baute er seit den 60er
Jahren zur „Transport and Logistics
Group“ mit über 400 eigenen Lkws
auf. Im vergangenen Jahr war Schluss – der 68-Jährige zog sich aus dem Tagesgeschäft
zurück. Und startete eine neue Unternehmung – die Kieserling-Stiftung.

Sie wird künftig nicht nur
das Firmenkapital zusammenhalten
und damit die Zukunft der Logistik-Gruppe sichern. Sondern sich am Standort Bremen mit einem Teil des Unternehmensgewinns auch für Wissenschaft, Forschung, Bildung und
Erziehung engagieren.

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„Ich möchte der Gesellschaft etwas
von meinem unternehmerischen
Erfolg abgeben“, sagt Kieserling über
seine Motive. Der Firmenchef will
Organisationen, Projekte und einzelne
Personen rund um die Verkehrswirtschaft
in Bremen unterstützen. Förderbeiträge zu Ausbildungseinrichtungen,
Finanzen für Forschungsprojekte,
Stipendien für Dissertationen,
Habilitationen oder bei Auslandssemestern
sowie die Vergabe eines Logistik-Preises stehen auf der Stiftungsagenda.

Viele Unternehmer denken und
handeln wie der Bremer. Allein im
Jahr 2004 gründeten engagierte Bürger
852 neue Stift ungen. Über 13.000
fördern in Deutschland inzwischen
die Gemeinschaft, unterstützen soziale
Zwecke, treiben Wissenschaft und
Forschung voran. Mit ihrem Kapital
könnte sogar Finanzminister Hans
Eichel Berge versetzen. Allein die fünf
größten deutschen Stiftungen verfügen
über ein Vermögen von mehr als
elf Milliarden Euro. Vor allem sind es
Unternehmer wie Kieserling, die das
finanzieren, was der Staat nicht oder
nicht mehr bezahlen kann. Mit der
Studie „Stiften in Deutschland“ gibt
die Bertelsmann Stiftung den ersten
kompletten Überblick über das wahre
Ausmaß privaten Engagements für
dieses Land.

Exklusiv zeigt impulse die Ergebnisse: wer sich für Deutschland stark macht. Was die Motive der Gründer sind. Und wem ihr Einsatz
zugute kommt.

Den vollständigen Artikel und die Ergebnisse der Studie können Sie in der impulse-Ausgabe 05/2005, Seite 38, nachlesen.

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