Diverses Berlin baut auf den Mittelstand

Öffentlich-private Bauvorhaben, kurz PPP-Projekte, erleben einen Aufschwung. Für die Chancen kleiner Firmen wird jetzt gesetzlich nachgebessert.

Deutschlands neuer Wachstumsmarkt: Nach Recherchen des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB) sind bereits 30 private Staatsbauten mit einer Investitionssumme von gut einer Milliarde Euro vergeben, rund 120 weitere Public-Private-Partnerships (PPP) mit ei­nem Volumen von 5,5 Milliarden Euro sollen folgen. „Die ersten gesetzlichen Vereinfachungen im vergangenen Sommer und die Strahlkraft bereits abgeschlossener Projekte wirken sich jetzt aus“, sagt Heiko Stiepelmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des HDB.

Die Chancen für den Mittelstand, im Hochbau zum Zuge zu kommen, stehen gut. Stiepelmann: „Anders als bei den großen Straßenbauprojekten gibt es hier auch etliche Vorhaben mit überschaubaren Investitionsvolumen.“ Dennoch bleibe die Finanzierung ein Knackpunkt. Vorbildlich agieren nach Ansicht von Branchenkennern bisher vor allem NRW und Hessen: Dort werden die meisten PPP-Projekte vergeben, spezielle Förderprogramme der Landesbanken helfen Mittelständlern bei der Finanzierung. Aber auch der Bund will jetzt nachziehen. Spätestens bis Sommer 2007 soll ein weiteres PPP-Vereinfachungsgesetz unter Dach und Fach sein. Wesentlich für kleine Firmen: Die Öffnung des Investmentgesetzes erleichtert die Zusammenarbeit mit Kapitalgebern. „Die Stoßrichtung ist politisch unstrittig, der Teufel liegt aber bekanntlich im Detail“, so Stiepelmann.

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Weitere Artikel aus dem Ressort Politik können Sie in der impulse-Ausgabe 12/2006, Seite 34, nachlesen.

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