Diverses Besser werden mit System

Qualitätsmanagement ist aufwendig, zahlt sich aber aus. Dies beweisen die aktuellen Gewinner der einschlägigen Awards - und eine aktuelle Studie.

Fragt man Zahnärzte nach ihrem Befinden, erntet man vor allem Klagen über die Kassenbudgets. Ganz anders Dirk Schöttelndreier und Holger Rapsch in Bielefeld. Hier sorgen ein engagiertes Team und zufriedene Patienten nicht nur für eine volle Kundenkartei, sondern auch für gute Zahlen. Zutaten: intensive Beratung aller Kassen- und Privatpatienten, kaum Wartezeit, sorgfältiges Beschwerdemanagement. „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist es unserer Praxis gelungen, die Umsätze zu steigern“, berichtet Seniorpartner Schöttelndreier.

Stetig wachsende Umsätze und Renditen vermeldet auch EMZ-Hanauer aus Nabburg (Oberpfalz). Die 1948 gegründete Familienfirma beliefert zum Beispiel Hausgerätehersteller mit elektronischen und elektromechanischen Komponenten. Und profitiert vom herausragenden Engagement der 600 Mitarbeiter. Flache Hierarchien und Gruppenarbeit prägen das Klima. Allein oder in Kleingruppen bemühen sich so gut wie alle, die Abläufe kontinuierlich zu optimieren. „Kunden bestätigen immer wieder, dass man sofort spürt, wie motiviert unsere Leute sind“, sagt Unternehmer Thomas Hanauer.

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Zwei gänzlich verschiedene Unternehmen, die eines gemeinsam haben: Führung und Mitarbeiter bemühen sich, flexibler, schneller, innovativer und effizienter zu werden. Und dies nicht nach Gefühl und Tagesform, sondern mit System. Qualitätsmanagement lautet das Stichwort, kurz: QM. Der missverständliche Begriff meint nicht etwa nur technische Vorkehrungen, um die Produktqualität sicherzustellen. Stattdessen sind umfassende Bestrebungen gemeint, sämtliche Prozesse im Unternehmen, von der Entwicklung bis zum Vertrieb, kontinuierlich zu optimieren. Die Basis liefert oft die Qualitätsnorm DIN ISO 9001. Wichtige Instrumente sind etwa Marktanalyse, Prozessmanagement oder Mitarbeitereinbindung. Endziel: hohe Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, mehr Effizienz und daraus resultierender Unternehmenserfolg. „Letztlich geht es nicht allein um das Managen der Qualität, sondern auch um die Qualität des Managens“, so Wolfgang Kaerkes, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ). Ob man dabei einen Industriebetrieb, Handwerker oder Zahnarzt im Blick habe, spiele im Prinzip keine Rolle.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 01/2007, Seite 100, nachlesen.

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