Diverses Beste Aussichten bei Dienstleistern

Die Dienstleistungsbranche hat den Aufschwung entdeckt. Da es immer mehr Neuaufträge gibt, ist der Einkaufsmanagerindex auf dem höchstem Niveau seit Ende 2007. Einziges Sorgenkind ist Spanien. Hier bleiben die Auftragsbücher weiter besorgniserregend leer.

Die Dienstleister in den Euro-Ländern starten mit Rückenwind ins neue Jahr. Sie steigerten ihre Geschäfte im Dezember so stark wie seit gut zwei Jahren nicht mehr. Das teilte das Markit-Institut am Mittwoch in seiner monatlichen Umfrage unter 2000 Unternehmen mit. Das deutliche Plus bei den Neuaufträgen spricht dafür, dass der Aufwärtstrend zu Jahresbeginn anhält. „Die Erholung ist aber nicht in allen Ländern zu spüren“, sagte Markit-Experte Rob Dobson.

Der Einkaufsmanagerindex für den größten Wirtschaftssektor – zu dem Banken ebenso gehören wie Restaurants – stieg auf 53,6 Punkte von 53,0 Zählern im November. Das ist der höchste Stand seit November 2007. Damit hielt sich der an den Märkten stark beachtete Indikator klar über der Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird. Allerdings ist das Ausgangsniveau auch gering: In der ersten Jahreshälfte waren die Geschäfte so stark eingebrochen wie noch nie in der elfjährigen Umfragegeschichte.

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Erholung in Deutschland und Frankreich

Das deutliche Auftragsplus spricht dafür, dass sich die Dienstleister Anfang 2010 weiter erholen. Die Bestellungen nahmen so stark zu wie seit Oktober 2007 nicht mehr: Der entsprechende Teilindex kletterte auf 53,3 von 51,2 Punkten im November. Die Unternehmen bewerteten ihre Geschäftsaussichten deshalb auch viel optimistischer als im Vormonat.

Der Aufschwung kommt vor allem in Deutschland und Frankreich an. Spanien droht dagegen den Anschluss an die Erholung zu verpassen: Hier liefen die Geschäfte erneut schlechter. „Es ist besorgniserregend, dass es in Spanien Anzeichen für einen erneuten Rückschlag gibt“, sagte Dobson.

Auch in der Industrie hatte sich der Aufwärtstrend im Dezember fortgesetzt. Hier stieg der Einkaufsmanagerindex auf 52,7 Punkte. Dennoch bauten sowohl die Industrie als auch die Dienstleister erneut Stellen ab.

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