Diverses Besuch für Frau Luna

Klassiker im neuen Gewand: Die Berlin Comedian Harmonists singen die berühmten Ohrwürmer von Paul Lincke auf ihre ganz eigene Art. In der musikalischen Komödie "Frau Luna" präsentieren die Sänger neue Arrangements der Evergreens wie "Das ist die Berliner Luft" und "Schlösser, die im Monde liegen".

Es ist nicht überliefert, ob die „echten“ Comedian Harmonists und Paul Lincke sich jemals begegnet sind. Durchaus möglich ist aber, dass sie sich in einem der zahlreichen Berliner Vergnügungspaläste über den Weg gelaufen sind. Vielleicht gehörte ja Paul Lincke zu den Premierengästen der „Casanova“-Revue im Großen Schauspielhaus in Berlin, wo die Comedian Harmonists am 28. September 1928 ihr Debüt gaben und auf sich aufmerksam machten.

Paul Linckes größter Erfolg „Frau Luna“ lag damals schon 29 Jahre zurück. Seine Operette hatte am 1. Mai 1899 eine glanzvolle Uraufführung erlebt. Von seinen späteren Werken wurde keines so populär wie das Stück über die Frau im Mond.

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In dem Erfolgsstück erfindet der Mechaniker Fritze Steppke einen Flugballon, mit dem er auf den Mond fährt. Hier trifft er auf Frau Luna, die Herrscherin des Mondes, eine wahre Sirene. Regisseur Jürgen Wölffer hatte die Idee, die beiden Legenden der Berliner Unterhaltungsgeschichte zusammenzubringen. Seine Vision: Die Comedian Harmonists interpretieren die berühmten Ohrwürmer von Paul Lincke neu.

Wölffer geht in seiner Inszenierung von folgender Konstellation aus: In einem Biergarten in der Berliner Ackerstraße treffen sich die Comedian Harmonists (Holger Off, Olaf Drauschke, Ralf Steinhagen, Philipp Seibert, Wolfgang Höltzel, Horst Maria Merz), um den letzten Tag im Junggesellenleben des Gruppenmitgliedes Erich Collin zu feiern. Der will am nächsten Tag Marie (Birge Funke) heiraten.

Bei dem feucht-fröhlichen Treffen machen die sechs Bekanntschaft mit der drallen Wirtin (Bettina Meske) und entwickeln nach einigen Mollen die Idee, ein „Paul-Lincke-Stück“ auf die Bühne zu bringen. Aus den alkoholseligen Plänen wird Realität. Die Proben beginnen. Das Stück nimmt Form an und man startet sogar zum Mond, wo nach der Landung der Revuezauber beginnt.

Theater am Kurfürstendamm

30. Mai bis 16. Juli 2006

Tel. 030/88 59 11 88

www.komoedie-berlin.de

Preise:

So. bis Do. 12 bis 35 Euro

Fr. und Sa. 17 bis 39 Euro

Premiere 24 bis 47 Euro

mittwochs um 16 Uhr auf allen Plätzen 19 Euro

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