Diverses Betriebliche Altersvorsorge auf sicherem Fundament

Täglich erschüttern neue Schreckensmeldungen die Verbraucher: Banken sind Pleite, Aktienkurse brechen ein. Wie sicher ist in diesen Zeiten die betriebliche Altersvorsorge? Und wo droht Gefahr?

„Die betriebliche Altersvorsorge ist sicher“, heißt es in einer Meldung der Bundesregierung www.bundesregierung.de). Denn anders als in vielen anderen europäischen Ländern und den USA stehe in Deutschland immer das Unternehmen für die Erfüllung seines Betriebsrentenversprechens ein. Werden Betriebsrenten unmittelbar vom Unternehmen zugesagt oder durch eine Unterstützungskasse organisiert, sind sie über den Pensions-Sicherungs-Verein gegen Insolvenz geschützt. Bei Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens zahlt also der Sicherungs-Verein die Rente weiter.

Betriebsrentenzusagen aus Pensionsfonds, -kassen oder Direktversicherungen seien dadurch geschützt, dass sich die Deckungsmittel nicht beim Arbeitgeber sondern bei externen Trägern befinden, die wiederum der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (www.bafin.de) unterliegen, heißt es in der Meldung der Bundesregierung weiter. Hinzu komme: Pensionskassen und Direktversicherungen dürfen die Mittel, die sie zur Verfügung haben, nur nach konservativen Kriterien am Kapitalmarkt anlegen. So können gegebene Zinsgarantien eingehalten werden. Pensionsfonds seien in der Anlage zwar freier, unterlägen deshalb aber dem zusätzlichen Schutz durch den Pensions-Sicherungs-Verein. Direktversicherungen werden außerdem noch durch den Sicherungsfonds Protektor geschützt.

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Bank-Insolvenz erfasst Sondervermögen nicht

„Sollte in diesen Wochen und Monaten ein Arbeitgeber aufgrund der Finanzmarktkrise ins Schlingern geraten, hat dies für seine Beschäftigten in aller Regel keine negativen Auswirkungen“, sagt so auch Peter A. Doetsch, Geschäftsführer mit Verantwortung für den Bereich betriebliche Altersversorgung des Beratungsunternehmens Mercer Deutschland mit Sitz in Frankfurt in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Auch wenn eine Bank insolvent sein sollte, heißt das nicht automatisch, dass die Altersvorsorge der Kunden verloren ist. Denn bei Banken erfasse eine Insolvenz nicht die dort verwalteten Sondervermögen wie Investmentfonds,so die Mercer-Meldung weiter. Einlagen sind in der Regel durch den Einlagensicherungsfonds gesichert.

Negative Auswirkungen könne die Finanzmarktkrise aber dort haben, wo die Höhe einer Versorgungszusage direkt vom Kapitalmarkt abhängt, insbesondere bei fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen oder fondsorientierten Zusagen. Allerdings müssten zumindest die eingezahlten Beiträge als Leistung garantiert sein. Sei jedoch das Risikoprofil des Versorgungsberechtigten in Rentennähe individuell angepasst und das Schwankungsrisiko durch Verstärkung der Anlage in festverzinsliche Titel zu Lasten von Aktien verringert worden, dürften sich die Verluste auch hier in Grenzen halten, so Doetsch.

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