Diverses Biennale in Berlin

"Von Mäusen und Menschen" lautet der Titel der 4. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst, die am 25. März 2006 eröffnet. Die Ausstellung führt die Besucher auf einer Straße durch eine Vielfalt von Umgebungen, öffnet Türen zu vergessenen Gebäuden und präsentiert Kunst an Orten, an denen die Menschen normalerweise spielen, essen, beten und arbeiten. Das internationale Kunstfestival gilt als eine Art Labor, das Experimente ermöglicht, Trends beleuchtet und kritisch hinterfragt.

Die von Massimiliano Gioni und Ali Subotnick kuratierte 4. Berlin Biennale
für zeitgenössische Kunst erreicht mit der Ausstellung „Von Mäusen und Menschen“ ihren
Höhepunkt. Vorausgegangen sind 18 Monate an Aktivitäten und Vorbereitungen –
einschließlich einer .

„Von Mäusen und Menschen“ zeigt Kunst als
ein Rätsel, das Momente der Desorientiertheit und Zustände der Unsicherheit und
Zerbrechlichkeit einfängt. In Anlehnung an John Steinbecks Romantitel bietet „Von Mäusen und Menschen“ Reflexionen über die Natur des Menschen im Spannungsfeld von Angst und Unterwerfung, von Unbehagen und Offenbarung, aber auch lichte Intermezzi des Schönen.

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Ausgehend von Themen wie Geburt und Verlust, Tod und Aufgeben wirken bei der Ausstellung mehr als 70 statt – sie erstreckt sich über eine ganze Straße, die Auguststraße. Sie führtdie Besucher durch eine Reihe von Räumen – von der Kirche bis zum Friedhof – und besetzt dabei häusliche Umgebungen, ehemalige Fabriken und leerstehende Gebäude.

Erstmals in ihrer Geschichte findet die Biennale auch in privaten Räumen statt. Die Orte wurden mit Bedacht aufgrund ihrer historischen und symbolischen Bedeutung ausgewählt. Es sind jene Orte, an denen wir unseren Alltagsbeschäftigungen nachgehen – essen, beten, tanzen, lernen und sterben.

Der größte der zwölf Veranstaltungsorte in der Straße, die Ehemalige Jüdische
Mädchenschule, öffnet erstmals seit ihrer Schließung vor zehn Jahren ihre Pforten für die
Öffentlichkeit.

Ausgewählte Arbeiten der Ausstellung

„Von Mäusen und Menschen“ präsentiert 30 exklusiv in Auftrag gegebene Arbeiten
von 20 Künstlern, die noch nie in Deutschland ausgestellt haben, sowie 50 Arbeiten, die noch nie in Berlin zu sehen waren.

Des Weiteren gibt es mehrere
ortsspezifische Projekte von Michael Beutler, Berlinde De Bruyckere und Cathy Wilkes.
Ian Kiaers neue Installation ist durch den Architekten der Ehemaligen Jüdischen
Mädchenschule, Alexander Beer, inspiriert.
Trisha Donnelly präsentiert eine neue Soundinstallation, die einen Aufeinanderprall von Raum und Zeit anstößt. Der holländische Künstler Erik van Lieshout fuhr mit dem Fahrrad quer durch Deutschland und hielt seine Begegnungen auf einem Video fest, das er in einem gemieteten und auf der Auguststraße geparkten Container vorführt. Und Pawel Althamer versucht, einer Einwanderin zu einem Visum, einer sicheren Unterkunft und einer Beschäftigung zu verhelfen.

Orte

Die Ausstellung „Von Mäusen und Menschen“ präsentiert sich an zwölf Orten entlang der Auguststraße in Berlin-Mitte.

Laufzeit

25. März bis 28. Mai 2006

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag von 12 bis 19 Uhr

Donnerstag von 12 bis 21 Uhr

Montags geschlossen

www.berlinbiennale.de

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