Diverses Bilderflut an der Ostsee

© Norbert Rosing

Naturfotografie ist Umweltschutz mit visuellen Mitteln - dies ist das Motto des Fotofestivals in Zingst an der Ostsee. Zum ersten Mal präsentieren sich dort etablierte Fotografen, Nachwuchstalente und Amateure mit ihren Werken zwischen Ostsee- und Boddenlandschaft. Ausstellungen, Aktionen und Workshops laden zum Hingehen, Hinsehen und zum Mitmachen ein.

Das Fotofestival Zingst will vom 31. Mai bis zum 8. Juni Horizonte erweitern: Ein facettenreiches Programm mit Ausstellungen, Workshops, Wettbewerben und Vorträgen sollen den Blick der Besucher auf die aktuelle Diskussion um Klimawandel und Naturschutz weiten. Vor der Naturkulisse der Ostsee erfolgt die Auseinandersetzung mit dem Thema nicht emotional, sondern intellektuell.

Veranstalter Heinz Teufel sagt, er habe in den vergangenen Jahren dazu beigetragen aus dem Kurort Zingst einen „Seh-Ort“ zu machen. Die Fotografie hat in der Gemeinde einen großen Stellenwert. Ausstellungen und Workshops locken das ganze Jahr Profis und Amateure an die Ostseeküste. So sollen sich Natur und Kultur verbinden. Für das Festival im Mai konnte er eine Reihe international bekannter Fotografen aus den USA, Kanada und den europäischen Nachbarstaaten gewinnen – darunter unter anderem Erich Klemm, Nomi Baumgartl oder Walter Scheels.

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Um die Arbeiten angemessen zu präsentieren, funktionierte der Kurort das ansässige Hotel „Vier Jahreszeiten“ zur Kunsthalle um. In der Lobby werden dann beispielsweise die besten Arbeiten des Fotoprojekts „Glanzlichter“ gezeigt. Die Kuratoren sowie die ausstellenden Fotografen führen die Besucher persönlich durch die Ausstellung. Das Spektrum reicht von Naturdokumenten, symbolhaften Bilder bis hin zur naturvernichtenden Gewalt asiatischer Megametropolen.

Auch eine Vielzahl weiterer Institutionen, Hotels und öffentlichen Einrichtungen des Ortes öffnen ihre Türen für die Kunst – an fast 20 verschiedenen Plätzen im Ort hängen Bilder für die Besucher aus. Der ganze Ort wird so zur Kunstgalerie. Der Eintritt für alle Ausstellungen beträgt acht Euro.

Eine Vortragsreihe zu unterschiedlichen Themen wie „Wildes Deutschland“ oder die „Wurzeln der Naturfotografie“ sowie Workshops zum Themenkomplex runden das Festivalprogramm ab. Zudem können Nachwuchsfotografen noch bis zum 31. März eigenen Arbeiten für den Fotowettbewerb einreichen. Auch die besten Arbeiten der Workshopteilnehmer werden prämiert. Die Tagesworkshops kosten zwischen 90 und 140 Euro pro Teilnehmer. Ein umfangreiches Rahmenprogramm für Segler, Wanderer und Kinder bietet neben den kulturellen Attraktionen Anlass, die spektakuläre Kulisse der Ostsee zu genießen. Während des Festivals bieten die ansässigen Hotels besondere Konditionen.

Mehr Informationen und ein detailliertes Programm finden Sie auf:
www.zingst.de.

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