Diverses Blackberrys überfordern viele Chefs

Eine aktuelle Studie zeigt: Viele Firmen bestücken Führungskräfte mit Blackberrys oder ähnlichen Apparaten - doch die Vorzüge der mobilen Alleskönner verpuffen oft.

Rund 94 Prozent von befragten 160 Führungskräften wollen mit Hilfe mobiler Endgeräte Tempo und Flexibilität gewinnen. „Doch davon ein gutes Drittel räumt ein, diese Ziele nicht zu erreichen“, berichtet Professor Christoph Wamser von der Deutschen Gesellschaft für Managementforschung, der sich mit Dirk Buschmann (Knowledge Intelligence AG) die Studienleitung teilt.

Die Gründe für die Unzufriedenheit erklärt Wamser so:

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Technologiehörige Chefs. Viele Firmenchefs sind der Ansicht, dass sie nur neueste Technik einführen müssten – und der Laden läuft. Zuvor hätten sie aber prüfen sollen, ob mobiles Business überhaupt zur Firma passt und was bezweckt wird und welche Technik für welche Abteilung sinnvoll ist.

Keine Verantwortlichkeiten. Die neuen Werkzeuge sollen schnelle Resultate bringen, aber niemand koordiniert den Veränderungsprozess. So entwickeln etwa Vertrieb und Service parallel eigene Lösungen, die Mitarbeiter sind nicht geschult oder fühlen sich gar überfahren. Außerdem fehlt oft jegliche Ergebniskontrolle.

Falsche Geräte. Häufig lassen sich Firmenchefs von Design und klangvollen Namen verführen. So klaffen angeschaffte Technik und Anforderungen auseinander. Mal ist die Speicherkapazität zu gering, mal die Datenübertragung zu langsam. Andere Nutzer ahnen gar nicht, was ihre neuen Geräte alles können (und brauchen diese Optionen auch gar nicht). Oder diese passen nicht in die konkrete Arbeitsumgebung (Mini-Tastaturen auf der Baustelle).

Zu wenig Flexibilität. Die Technik ist neu, aber die Abläufe bleiben die alten – nach diesem Motto verfahren viele Führungskräfte. Dabei kann gerade das mobile Business ganze Unternehmen umkrempeln und sogar Arbeitsplätze überflüssig machen.

Weitere Meldungen aus dem Management-Magazin können Sie in der impulse-Ausgabe 12/2005, Seite 66, nachlesen.

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