Diverses Bleibt Hessen auf Merkel-Kurs?

Aus der hessischen CDU droht starker Gegenwind für Kanzlerin Angela Merkel und ihre Große Koalition in Berlin - falls die wichtigen Kommunalwahlen am 26. März für die Union enttäuschend laufen.

Wortführer könnten Hessens Ministerpräsident Roland Koch und die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth werden, die intern zu Merkels schärfsten Widersachern gehören.

Koch war im Herbst mit der Bemerkung aufgefallen, von der Berliner Koalition seien „keine großen Würfe“ zu erwarten. Aus taktischen Gründen hat er die Regierung danach wohlwollend begleitet.

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Beobachter erwarten, dass ein schlechtes CDU-Ergebnis Koch aus der Deckung holen wird. Bei der jetzigen Kommunalwahl geht es um die Verteidigung von 39,2 Prozent der Stimmen aus dem Jahr 2001. Koch musste bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr schon ein Schlappe einstecken, als er auf Landesebene mit 33,7 Prozent das schlechteste CDU-Resultat seit 1953 einfuhr.

Auch Oberbürgermeisterin Roth ist für bissige Kommentare gegenüber der Bundes-CDU bekannt. Sie fürchtet aktuell um ihre Stellung in der Main-Metropole. Weil das Vierer-Bündnis aus CDU, SPD, FDP und Grünen wackelt und die Stadt nach dem März womöglich ohne Unionsbeteiligung regiert wird, steht auch ihr Job in Frage: Im April 2006 muss sie sich den Frankfurtern zur Wiederwahl stellen. Noch fegt Roth jeden Gedanken an Niederlagen weg: „Die Stimmung im Bund ist gut. Und das kommt uns hier am Main zu Gute“, glaubt sie.

Weitere Meldungen aus dem Politik-Ressort können Sie in der impulse-Ausgabe 03/2006, Seite 30, nachlesen.

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