Diverses Blick in tibetische Schatzkammern

Feuervergoldete Figuren, edelsteinbesetztes Altargerät, kunstvoll geschnitzte Buchdeckel: Die Villa Hügel, einst Wohnhaus der Familie Krupp und heute Stätte für bedeutende Kunstausstellungen, wird zum Tempel und präsentiert tibetische Klosterschätze. Rund 150 Kunstwerke aus Schatzkammern bringen noch bis Ende November fernöstliche Spiritualität ins Ruhrgebiet.

Die Villa Hügel hat sich weit über die Region hinaus in der Kulturlandschaft Nordrhein-Westfalens einen Namen gemacht. Neben der Präsentation bedeutender Werke alter Meister sind es große kulturhistorische Projekte, die das Publikum in ihren Bann ziehen. Einen Schwerpunkt bilden dabei Kunst und Kultur Zentral- und Ostasiens.

Vor dem Hintergrund dieser Tradition ermöglicht die Kulturstiftung Ruhr die Annäherung an eine faszinierende Kultur: Im Fokus stehen Tibet und seine nahezu unbekannten Klosterschätze. Noch bis zum 26. November 2006 sind eine Vielzahl von bis zu 1500 Jahre alten religiösen Kunstwerken aus den Schatzkammern tibetischer Klöster zu sehen – die erste Großausstellung dieser Art in Europa.

Anzeige

Rund 150 Exponate, von Skulpturen über Gemälde bis hin zu Altargerät, machen die stilistische Bandbreite der Kunst in Tibet erfahrbar und geben zugleich einen Einblick in die buddhistische Kultur der Tibeter.

Die Kunstwerke, die zwischen dem 5. und dem frühen 20. Jahrhundert von meist anonym gebliebenen Künstlern geschaffen wurden, dienen auch heute noch in den Klöstern Tibets als Kultobjekte und werden von Laien und Klerus gleichermaßen verehrt. Damit präsentiert die Ausstellung nicht nur Kunstschätze von Wert und Schönheit, sondern auch das kulturelle und geistige Gut eines selbstbewussten Volkes.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bildet eine Skulpturengruppe: zehn annähernd lebensgroße, ins frühe 16. Jahrhundert datierte Porträts von Meistern der Sakya-Schule. Weitere Glanzpunkte sind eine große Skulptur des Tausendarmigen Avalokiteshvara mit einzeln gearbeiteten Händen, ein außergewöhnlich gut erhaltenes indisches illuminiertes Manuskript aus dem 11. Jahrhundert sowie die kunstvoll gemalten, gestickten oder gewebten Rollbilder, sogenannte Thangkas.

http://www.villahuegel.de

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...