Diverses Blick in verborgene Welten

Unter dem Titel "Blick in verborgene Welten - Deutsche Zeichnungen von Dürer bis Chodowiecki" präsentiert die Hamburger Kunsthalle vom 20. Januar bis 2. April 2006 eine Auswahl aus den Beständen des Kupferstichkabinetts. Etwa 100 Zeichnungen geben einen Überblick über die deutsche Zeichenkunst von etwa 1450 bis 1800.

Einen besonderen Schwerpunkt stellen die Zeichnungen der Dürerzeit dar. Den Zeichnungen von Dürer selbst, seinen Vorgängern und Zeitgenossen Schongauer, Holbein, Burgkmair und Baldung Grien verdankt das Kupferstichkabinett seinen internationalen Rang.

Ihre Zeichnungen illustrieren auf einzigartige Weise den Übergang vom Mittelalter zur Renaissance in Deutschland. Auch die so genannte Donauschule ist mit bedeutenden Werken von Altdorfer und Wolf Huber in der Ausstellung präsent.

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Die Zeit um 1600 ist mit der wohl weltweit bedeutendsten Gouache von Adam Elsheimer vertreten, aber auch im weiteren Verlauf des Jahrhunderts überraschen Werke von Nikolaus Knüpfer, Joseph Werner und nicht zuletzt von dem Hamburger Matthias Scheits.

Im 18. Jahrhundert, einer Phase des Umbruchs, haben Künstler des Augsburger Barock wie Johann Georg Bergmüller oder Johann Wolfgang Baumgartner ein besonderes Gewicht im Bestand des Kupferstichkabinetts. Auch die in der Aufklärung rasch an Bedeutung zunehmende Buchillustration prägt den Bestand am Ende des 18. Jahrhunderts in besonderer Weise. Sie wird mit Werken von Künstlern wie Christian Bernhard Rode, Daniel Nikolaus Chodowiecki und dem auch zeitweise in Hamburg tätigen Johann Wilhelm Heinrich Tischbein in der Ausstellung vertreten sein.

Umfassende wissenschaftliche Erforschung

Anlass für die Präsentation des bedeutenden Bestands ist der bevorstehende Abschluß einer wissenschaftlichen Erforschung der deutschen Zeichnungen bis 1800 im Kupferstichkabinett, die seit knapp vier Jahren von der ZEIT-Stiftung Gerd und Ebelin Bucerius ermöglicht wird.

Im Zuge des Forschungsprojekts wurde der Bestand der deutschen Zeichnungen bearbeitet. Neben der vollständigen Erfassung der etwa 1500 Zeichnungen mit Technik, Maßen, Beschriftungen, Wasserzeichen und vielem mehr lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Erforschung der Herkunft, die im besten Fall dazu befähigt, der Geschichte einer Sammlung oder eines Blattes nachzugehen.

Die Ergebnisse der intensiven Forschungen werden in einem zweibändigen Bestandskatalog zusammengefasst, der Mitte 2006 erscheinen soll. Bereits vorab werden diese Forschungen nun im Rahmen der Ausstellung einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.

Hamburger Kunsthalle

Glockengießerwall

20095 Hamburg

Telefon 040 – 428 131 200

E-Mail: info@hamburger-kunsthalle.de

www.hamburger-kunsthalle.de

Dauer der Ausstellung:

20. Januar bis 2. April 2006

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr

Donnerstag 10 bis 21 Uhr

Montag geschlossen

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