Diverses Blitzschnell sind die Daten weg

An heißen Tagen stehen Stromversorger unter besonderem Druck: Klima- und Kühlanlagen rattern auf Hochtouren und belasten das gesamte Netz mit ihrem Energiehunger. Mögliche Sommergewitter erhöhen mit ihren Blitzen zudem die Gefahr von Unregelmäßigkeiten: Das Risiko eines Stromausfalls steigt.

Zwar haben die Versorger ihre Netze gut geschützt, doch einen Blitzschlag können auch sie nur bedingt abschwächen. Überspannungen und Spannungsspitzen sind jederzeit möglich. Das kann bei Geräten mit empfindlicher Elektronik, wie z.B. Fernsehern oder Musikanlagen, zu bleibenden Schäden führen, bei Computern zusätzlich noch zu einem herben Datenverlust.

Um das zu verhindern, empfehlen Fachleute einen dreistufigen Schutz: Den sogenannten Grobschutz am Stromanschluss des Hauses, einen Mittelschutz in den Verteilerkästen zu den Büros und Wohnungen und einen Feinschutz zwischen der Steckdose und dem Endgerät. Die American Power Conversion (APC), weltweiter Anbieter von Stromschutzprodukten, hat darüber hinaus ein Zehn Punkte zum Schutz von Computern und Elektronik zusammengestellt.

Anzeige

Zehn Punkte zum Schutz von Computern und Elektronik

  • 1. Überspannungsschutz für das Stromnetz
  • Mindestens die kritische Elektronik sollte vor Schäden durch Überspannungen oder Spannungsspitzen geschützt werden. Das können bereits herkömmliche Steckerleisten gewähren, wenn sie einen Überspannungsschutz enthalten. Achten Sie auf die angegebene Durchlassspannung: Je geringer, umso besser. Bei einem Stromausfall hilft eine solche Lösung zum Schutz vor Überspannungen, Spannungsspitzen und Spannungseinbrüchen, die z.B. nach dem Wiedereinschalten vorkommen können.
  • 2. Lückenloser Schutz
  • Überspannungen sind nicht an die klassischen Stromkabel gebunden. Auch Telefon- oder Breitbandanschlüsse können einem Blitz den Weg ins Endgerät bieten. Der Überspannungsschutz sollte daher sämtliche Leitungen und Kabel einschließen, die mit dem jeweiligen Gerät verbunden sind.
  • 3. Eine Frage der Laufzeit
  • Wenn Geräte bei einem Stromaufall weiterhin in Betrieb bleiben sollen oder müssen, hilft eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Mit ihrer eingebauten Stützbatterie übernimmt sie die Versorgung des jeweiligen Geräts, sobald die Netzstromversorgung ausfällt.
  • 4. Überwachung und Management
  • Für Computer werden USVs meist mit einer Power-Management-Software ausgeliefert, über die der Rechner die Qualität der Netzstromversorgung überwachen, auftretende Stromversorgungs-Probleme protokollieren und den Anwender beispielsweise per Pager, Email o. ä. alarmieren kann. Zusätzlich fährt die Software den Recher und laufende Programe geordnet herunter und sichert die in Arbeit befindlichen Daten.
  • 5. Mobilität gewährleisten
  • Bei einem Ausfall des Stromnetzes können sich Mobiltelefone oder PDAs auch über einen Laptop aufladen lassen. Mit einem passenden Kabel saugen die Geräte dazu die Energie aus dem USB-Port des tragbaren Computers. So können Sie im Notfall für einige Zeit mobil erreichbar bleiben.
  • 6. Kompatibilität
  • Es ist wichtig, dass im Notfall alle Komponenten gut zusammen arbeiten. Halten Sie sich beim Kauf an Markenartikel und achten Sie darauf, ob die Hersteller eine Garantie für die Funktionsfähigkeit der Geräte übernehmen. Ein VDE-Siegel zeigt an, dass bei dem Produkt europäische und deutsche Normen erfüllt werden. Es sollte auf jeden Fall die Schutzklasse D erfüllen.
  • 7. Überbrückung
  • Wenn eine Anwendung unter keinen Umständen unterbrochen werden darf, muss die USV so dimensioniert sein, dass die gewünschte Überbrückungszeit auf jeden Fall erreicht wird. Stützbatterien sind mit Kapazitäten von einigen hundert VA (ausreichend für den Schutz von Desktop-Elektronik) bis zu einigen Millionen VA (zur Absicherung ganzer Firmengebäude) auf dem Markt.
  • 8. Erweiterung und Leistungsverbesserung
  • Viele USVs können mit weiteren Batterien nachgerüstet werden. So lassen sich zum Beispiel komplette Telekommunikations-Systeme oder ganze Räume absichern.
  • 9. Schutz vor Veralterung
  • Sowohl während als auch nach der Garantiezeit sollten ältere Lösungen zum Absichern der
  • Stromversorgung ersetzt oder auf den neuesten Stand gebracht werden können. Haben die
  • Batterien einer USV das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, muss deshalb nicht die gesamte
  • USV ausgetauscht werden. Hier gibt es vielfältige Alternativen, vom problemlosen Austausch
  • der Batterie durch den Anbieter einschließlich der fachgerechten Entsorgung der
  • Altbatterien, über den Batterietausch mit erneuerter Garantie bis hin zur Inzahlungnahme
  • des alten Systems (auch von einer Fremdfirma) beim Kauf einer neuen USV.
  • 10. Notstromaggregat
  • Viele professionelle Nutzer halten ein Notstromaggregat für den regulären, ununterbrochenen Betrieb ihrer IT-Anlagen für ausreichend. Auch hier ist dennoch eine USV sinnvoll, um die Anlaufzeit des Aggregats zu überbrücken. Hinzu kommt, dass ein Notstromaggregat meist Spannungsspitzen erzeugt. Eine passende USV kann Spannungseinbrüche und Überspannungen, die zu Schäden an sensibler Elektronik führen könnten, ausfiltern.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...