Diverses Brisante Zahlenspiele

Mit völlig neuen Methoden bringen Betriebsprüfer selbst die steuerehrlichsten Firmenchefs mächtig in die Bredouille. Der Inhaber eines renommierten Restaurants im Düsseldorfer Raum hat deshalb den Glauben an die steuerliche Gerechtigkeit endgültig verloren.

Obwohl der Unternehmer eigentlich sicher war, seine Geschäfte ordentlich zu führen, hat der Betriebsprüfer kurzerhand die Buchführung
verworfen und rund 600.000 Euro Umsatz hinzugeschätzt. Das bedeutet eine kräftige Nachzahlung von Einkommen- und Gewerbesteuer. Der
böse Vorwurf: frei erfundene Aufzeichnungen
im Kassenbuch. Nachgewiesen mit dem so genannten Chi-Quadrat-Test.

So wie dem Gastronomen kann es neuerdings allen Firmenchefs mit Bargeldkassen und Kassenbuch gehen. Die geraten immer stärker in den
Fokus der Kontrolleure vom Finanzamt.

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Mit statistischen Methoden versuchen
die Steuerprüfer, die Buchführung
zu erschüttern. So etwa mit dem
Chi-Quadrat-Test oder Benfords Gesetz. Wehe, wer dabei auffällt. Dann unterstellen die Prüfer Unregelmäßigkeiten und greifen zur nächsten
großen Keule: der Zeitreihenanalyse.

Hier ermitteln sie in Stichproben, wie
der Unternehmer im Laufe des Jahres
kalkuliert hat und prüfen, ob das mit
den Zahlen in Bilanz und Erfolgsrechnung
tatsächlich in Einklang
steht. Meist mit fatalem Ergebnis: „Da kommt kaum jemand ohne eine kräftige Steuernachzahlung heraus“, weiß der Moerser Steuerberater Michael Blenkers, der reichlich Erfahrung mit den Folterwerkzeugen der Finanzämter
gesammelt hat.

Den kompletten Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 12/2004, Seite 103, nachlesen.

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