Diverses Büromieten in Deutschland kräftig gesunken

Weltweit Rückgang um 7 Prozent. Heftiger Einbruch in Frankfurt/Main.

Die Büromieten in Europa sind im letzten Jahr um etwa 5 %
gesunken. Mit einem Rückgang von 11 % war jedoch auf dem amerikanischen
Kontinent noch ein deutlich stärkerer Einbruch zu verzeichnen. Weltweit fielen die Mieten im vergangen Jahr im Durchschnitt um 7 %. Diese
Ergebnisse sind in der neuen Studie „Business Space
Across the World“ von Cushman & Wakefield Healey & Baker (C&W/H&B),
internationales Beratungsunternehmen für Gewerbeimmobilien, enthalten.

Den stärksten Rückgang weltweit verzeichnete Buenos Aires, wo der Mietpreis
für Büroraum als Folge der wirtschaftlichen Krise um 57 % fiel, in Europa
führt Athen mit -23 % die Verliererliste an. In Asien musste Hongkong einen
Rückgang um 33 % verzeichnen.

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Es gab jedoch auch Gewinner: Von den in Europa untersuchten Bürostandorten
stiegen die Mieten im italienischen Bologna mit 29 % am stärksten, gefolgt
von der Peripherie Mailands mit 21 %. Zudem konnten die spanischen
Standorte Valencia und Malaga einen Mietpreisanstieg von etwa 18 %
erzielen. Aber auch in Birmingham (13 %) und Brüssel (9 %) gab es einen
überdurchschnittlichen Anstieg der Büromieten. In Asien zählte Shanghai mit einem Mietwachstum von 12 % zu den Gewinnern.

Deutlich stärker als im europäischen Durchschnitt sind die Büromieten in
einigen deutschen Städten zurückgegangen: mit einem Rückgang von knapp 22 %
sind sie in Frankfurt am stärksten gesunken. Dennoch
werden in der Mainmetropole mit 42 Euro/Quadratmeter (ohne Nebenkosten) die höchsten
Büromieten des Landes erzielt. Einbrüche im zweistelligen Prozentbereich
mussten auch Hamburg und Berlin hinnehmen. Nach Peter Birchinger,
verantwortlich für Research & Analytics in Deutschland in der Advisory
Group von C&W/H&B, sind „auf Grund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage,
die sich durch eine schwache Nachfrage auf dem Immobilienmarkt bemerkbar
macht, in diesem Jahr weitere Mietpreisrückgänge in Deutschland zu
erwarten.“

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