Diverses Chefs ignorieren demographischen Wandel

Veränderte Altersstrukturen und Globalisierung machen Belegschaften älter und heterogener. Unternehmen tun sich schwer, darauf zu reagieren.

Wir wissen es ja: Wir werden immer älter, unsere Nachfahren seltener. Um die Problematik sollten auch Unternehmen wissen.

Allerdings legt eine Studie des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg unter 131 Unternehmen einen anderen Schluss nahe. Nur eine Minderheit reagiert darauf, dass ihre Belegschaften nicht nur durchschnittlich älter, sondern auch hinsichtlich Herkunft, Geschlecht, Religion und Kultur unterschiedlicher werden.

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Natürlich stellen sie sich den Herausforderungen, behaupten die Unternehmer. Wer genauer hinschaut, stellt fest, dass nur einige wenige Aspekte berücksichtigt werden. So richten 56 Prozent der Befragten die Arbeitsplätze ergonomisch ein, 62 Prozent bieten flexible Arbeitszeitmodelle an. Dagegen betreiben zwei Drittel der Unternehmen kein Diversity Management, mischen also nicht bewusst Nationen, Altersgruppen und Kulturen.

Allerdings unterscheidet sich der Umgang mit dem Thema je nach Unternehmensgröße. Während große Unternehmen mit höherer Mitarbeiterzahl die Problematik strukturierter angehen und vor allem bemüht sind, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern, liegen die Stärken kleinerer Unternehmen in der Gleichbehandlung und dem Übertragen anspruchsvoller und abwechslungsreicher Aufgaben an ihre Mitarbeiter. Nach dem Motto: Wer den Geist fordert, hält ihn jung.

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