Diverses Chefs on Bikes

Im Sattel eines schweren Motorrads finden Unternehmer Entspannung, neue Motivation und einen Hauch von Abenteuer. impulse hat Firmenchefs auf ihren Touren begleitet.

Kleine Fluchten. Sonntags morgens um sechs Uhr bei schönem Wetter stiehlt sich Frank Ferchau, Geschäftsführer von Ferchau Engineering, leise in die Garage, schlüpft in seine Lederkombi und drückt den Anlasserknopf seiner feurigen Ducati. Noch im Morgendunst braust er auf seinem Motorrad in die klare Luft. Auf geschwungenen Landstraßen geht es vom Bergischen Land ins Hessische. In seiner alten Universitätsstadt Marburg gönnt er sich einen leckeren Cappuccino, bevor es wieder Richtung Heimat geht. Entspannt ist er pünktlich zum Mittagessen zurück bei Frau und Tochter. „Sich für ein paar Stunden den Wind durch den Kopf blasen zu lassen, abzuschalten vom Job, das tut gut.“

Unternehmer entdecken das Hobby Motorradfahren – wieder. Viele leisten sich nach Jahren der Abstinenz, bedingt durch Studium, Umzüge, Unternehmensaufbau, ein wertvolles Zweirad. Sie genießen es, eine Weile allein zu sein, ohne Handy, ohne Laptop. Allein mit sich, der Natur und der Maschine. Dabei sind die Klassiker unter den Motorrädern erste Wahl. Große, kräftige Modelle von BMW, Ducati, Harley-Davidson oder Triumph. „Viele meiner Kunden sind Unternehmer und erfüllen sich mit einer Harley-Davidson einen alten Traum“, sagt etwa Karl-Jörg von Herz, Harley-Davidson-Händler aus Köln.

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Motorräder mit Charakter

Auch Ferchaus Motorrad ist kein Allerweltsbike. Die Ducati 998 ist eine seltene Replica der Maschine des amerikanischen Weltmeisters Ben Bostrom. „Alle zwei Jahre habe ich mir bisher ein neues Motorrad gekauft“, erzählt Ferchau. Begonnen hat er mit einer Zündapp GTS 50. „Mit Soziussitz, das war damals wichtig.“ Heute zählt der Charakter. Kräftiger Motor, überzeugende Technik, sportliche Optik. „Die Ben Bostrom ist ein Motorrad fürs Leben.“

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Das ist die mächtige schwarze Harley-Davidson Road King von Thomas Althoff auch. Meist steht der amerikanische Edel-Cruiser im „Schlosshotel Bensberg“ oder im „Schloss Lerbach“ im Bergischen. Stets zur Ausfahrt bereit. Ganz Ästhet, schätzt der Hotelier an dem Boliden die klassischen runden, geschwungenen Formen. „Optik und Fahrkomfort sind mir wichtiger als Technik“, so Althoff.

Motorradfahren ist für ihn Entspannung pur. Im Sattel der Harley schaltet er ab von der Hektik in seinen Hotels. Dann genießt er das dumpfe Blubbern des großhubigen Motors. „Nach ein bis zwei Stunden gemächlichen Cruisens im Bergischen Land fühle ich mich deutlich relaxter. Auf dem Motorrad hat man noch ein Gefühl von Freiheit.“

Alexander Tschebull, Gastronom aus Hamburg, bedeutet sein Hobby noch weitaus mehr. „Es ist Teil meiner Lebensphilosophie. Ich mag Motorradfahren, weil es sehr individuell ist“, verrät der Sterne-Koch und Inhaber des Restaurants „Allegria“. Er schätzt die britische Motorradmarke Triumph. „Wir haben vieles gemein. Als Koch bin ich Perfektionist. Jedes Detail muss stimmen, damit ein Gericht harmoniert. Das finde ich bei Triumph wieder. Die Motorräder sind technisch ausgereift, haben ein perfektes Fahrwerk.“

Seine Speed Triple, ein Crossover aus Straßenmaschine und schnittigem Streetfighter, holt Tschebull vor allem nach anstrengenden Tagen im Restaurant aus der Garage. Dann sprintet er hinaus in die Natur, bringt schnell viel Entfernung zwischen sich und Hamburg. „Nach so vielen Menschen bin ich froh, allein zu sein. Auch wenn es kitschig ist: Ich liebe es, allein in den Sonnenuntergang zu reiten.“

Derlei Alltagsfluchten gelingen meist noch spontan. Längere Fahrten bedürfen jedoch einer sorgfältigen Abstimmung zwischen Familie und Unternehmen. Ralf Eck, Geschäftsführer und Mitgesellschafter der Takko-Modemärkte, verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen. Während seine Frau mit den Kindern im Auto das Urlaubsziel ansteuert, fährt er mit seiner Reise-Enduro. Dabei wählt er für die BMW R 1200 GS mit Vorliebe die kleinen und kurvigen Landstraßen. „Auf diese Weise gehören Hin- und Rückfahrt schon zu den Urlaubshighlights“, so Eck.

Längere Fluchten sind selten spontan. Doch letzten Sommer gelang Ferchau das Kunststück: Freitags nachmittags packte er kurz entschlossen das Nötigste („Nie mehr als fünf Kilo“), setzte sich auf die Ducati und fuhr los. Über Aachen, die Ardennen, durch die Champagne nach Burgund. 3000 Kilometer herrlichste Landstraßen. „Kurz vor dem Kloster Cluny ging mir der Sprit aus. Es war abends um neun, keine Tankstelle weit und breit.“ Eine französische Familie nahm ihn auf, lud ihn zum Abendessen ein und versorgte ihn anderntags mit neuem Sprit. „Ein unvergessliches Erlebnis.“

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