Diverses Das Gesetz muss weg

Mittelständische Firmenchefs sind hellauf empört. "Mit den neuen Vorschriften für Gesellschafter-Darlehen will Finanzminister Hans Eichel bei uns nur abkassieren", schimpft ein Maschinenbauer aus dem Emsland. Der Fabrikant gehört zu den mehr als 250 Gesellschafter-Geschäftsführern, die an der Umfrage von impulse und dem Deutschen Steuerberaterverband teilgenommen haben (impulse 6/2004).

Richtig in der Bredouille steckt ein Bauträger aus Oberbayern. Er hat seiner GmbH reichlich Kredite aus der Privatschatulle gegeben. Und
steht für einen fetten siebenstelligen Betrag gerade, den seine Banken als Darlehen gewährt haben. Geht es streng nach dem Wortlaut des neuen
Körperschaft steuergesetzes (Paragraf 8a), darf er rund eine Million Euro an Zinsen nicht mehr als Betriebsausgaben absetzen. „Das Todesurteil für unseren Betrieb“, fürchtet der Chef.

Die Ergebnisse der Umfrage belegen schwarz auf weiß: Jedem vierten Chef einer mittelständischen Kapitalgesellschaft (27 Prozent) drohen heftige
Steuernachzahlungen. Sowohl in der Firma als auch privat. Weil sie den Betrieb mit privaten Darlehen finanzieren. Oder für Investitionskredite von Banken oder Sparkassen bürgen – und der Zinsaufwand der Firma im Jahr
mehr als 250.000 Euro beträgt.

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„Diese Vorschriften sind schädlich für den Mittelstand und gefährden den Wirtschaftsstandort Deutschland“, befürchtet Steuerberaterpräsident Jürgen Pinne. Gemeinsam mit impulse fordert er in einem offenen Brief: „Das Gesetz muss weg.“

Den kompletten Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 10/2004, Seite 96, nachlesen.

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