Diverses Das verflixte fünfte Jahr

Das verflixte fünfte Jahr

Das verflixte fünfte Jahr

Nur jede zweite Existenzgründung überlebt die ersten fünf Jahre, so eine aktuelle Studie.

Je mehr Unternehmen gegründet werden, desto weniger von Ihnen überleben. Nur jeder zweite neu gegründete Betrieb erlebt noch seinen fünften Geburtstag. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Bonn und der Bergakademie Freiberg.

Professor Dr. Reinhold Grotz, seine
Mitarbeiter Dr. Udo Brixy und Anne Otto vom Geographischen Institut der
Universität Bonn halten deshalb die Arbeitsmarkteffekte der „Ich-AG`s“ mittelfristig für gering: „Bisherige Erfahrungen
zeigen: Je mehr Unternehmen gegründet werden, desto größer die
Konkurrenz, und desto weniger von ihnen überleben“, so Professor Grotz.

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Das belegen auch die Ergebnisse der Studie: Je höher die Gründungsrate,
das heißt die Anzahl der Betriebsgründungen je 1.000 Erwerbspersonen,
desto weniger Unternehmen erleben ihren fünften Geburtstag. „Zwar ist
eine hohe regionale Gründungsrate ohne Einschränkungen als positiv zu
bewerten. Die Förderung von Betrieben, die bereits nach wenigen Jahren
ihre Tätigkeit einstellen müssen, ist aber sicherlich weder sinnvoll
noch effektiv.“

Stattdessen gelte es, die „Überlebensrate“ zu
maximieren. „Mehr Erfolg als eine „Förderung nach dem Gießkannenprinzip“
versprechen in dieser Hinsicht regionale Programme, die auch die
Marktsituation in den unterschiedlichen Branchen berücksichtigen.“
Sprich: Gefördert werden soll gezielt, wo Bedarf besteht.

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