Diverses Der Generationen-Deal

Neues Geschäftsmodell für Unternehmerfamilien: Wohnungen tauschen, Mieten und Renditen optimieren.Wie der Dreh funktioniert.

Wenn Unternehmerfamilien mit den eigenen vier Wänden geschickt taktieren, zahlt das Finanzamt
jetzt gut ein Drittel der Kosten mit: für Bau oder Kauf sowie Finanzierung. Möglich macht das ein Modell, ausgetüftelt von kreativen Beratern, das Gestaltungsmöglichkeiten aus zwei Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) kombiniert.

Wohnungstausch zwischen den Generationen, so heißt der neue Steuerdreh. Prinzip: Die Eltern mieten das Haus der Kinder, Sohn oder Tochter
übernehmen das Eigenheim der Senioren – und zwar gegen eine lebenslange Rente. „Ein Sparmodell par excellence“, kommentiert Frank Ommerborn,
Steuerberater bei der Bonner
Kanzlei Flick, Gocke, Schaumburg

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Davon profitieren können Unternehmerfamilien vor allem bei dieser Konstellation: Die Kinder sind aus
dem Haus, verdienen gutes Geld und
sollen dem nächst bei den Eltern einziehen. Etwa weil für Va ter und Mutter
die Wohnung und der Garten inzwischen zu groß sind. Zuvor sorgen Sohn oder Tochter freilich für angemessenen Ersatz. Sie bauen oder kaufen
ein Haus oder eine Wohnung in
der Nähe und schließen mit den Eltern
einen Mietvertrag. Diesen Deal müssen die Finanzämter jetzt akzeptieren. Das hat der BFH ein für allemal klargestellt (Aktenzeichen IX R 5/00).

Auf diese Weise verschafft sich die
Familie zunächst lukrative Abschreibungsmöglichkeiten und tiefrote Zahlen für die Steuererklärung. Denn die
Kinder brauchen von den Eltern nicht
den vollen Mietzins zu verlangen. Hier
gilt: Wer ganz sicher gehen will, vereinbart mindestens 75 Prozent der ortsüblichen Miete. „Solche Verträge winken die Finanzbeamten durch“, erklärt der Koblenzer Steueranwalt
Rüdiger Fromm, „ohne zu fragen, ob
Vermieter damit auf ihre Kosten kommen.“ Vorteil: Von den reduzierten Mieteinnahmen ziehen die Kinder sämtliche Kosten ab, vor allem Darlehenszinsen und die degressive Abschreibung (AfA). Mit dieser AfA- Methode setzen sie allein in den ersten acht Jahren 40 Prozent der Gebäude-
kosten bei der Steuer ab, der Rest ist
auf weitere 42 Jahre zu verteilen.

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