Diverses Der Härtetest

Nach dem Politpoker in Berlin wird es ernst: Wie gelingt die Sanierung der Staatsfinanzen? Ein Experte simuliert vier Wege - auch Argentiniens Modell.

Tango brutal: Dezember 2001 in Argentinien. Als der Internationale Währungsfonds neue Kredite verweigert, schickt die Regierung das Land in den Konkurs, stellt den Schuldendienst ein und sperrt sogar private Konten.

Eine Nation in Aufruhr. Es folgen harte Jahre. Für die Bürger – welche die Abwertung des Peso mit Armut bezahlen. Für die Unternehmen – die mit hohen Dollar-Schulden massenhaft Pleite gehen. Seit diesem Frühjahr gilt die Krise regierungsoffiziell als beendet. Ökonomen sind sich da nicht so sicher: Die einen sprechen von neuer Blüte, die anderen halten Argenti­niens Erholung für trügerisch.

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Soll auch Deutschland aus der Reihe tanzen, um seine öffentlichen Haushalte in den Griff zu bekommen? Seit 40 Jahren pumpt sich der Staat ständig neues Geld und löst so alte Kredite mit neuen ab. Rund 1,4 Billionen Schulden haben Bund, Länder und Gemeinden inzwischen angehäuft. Noch beruhigt die Politik sich gegenseitig. „Die Ausgaben und die Einnahmen müssen wieder besser zusamenpassen“, sagt vorsichtig CSU-Chef Edmund Stoiber.

Inmitten allgemeiner Gelassenheit hat impulse verschiedene Schulden-Szenarien entworfen und das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und seinen Experten Ralph Brügelmann beauftragt, die Konsequenzen zu ermitteln. Er liefert eine klare, aber beklemmende Aussicht: Würde die Wirtschaftsflaute chronisch und die Finanzpolitik weiter wie bisher betrieben, stünde Deutschland 2015 mit 2,6 Billionen Euro in der Kreide – das entspricht in etwa dem zu erwartenden Volkseinkommen.

Doch es geht in der Studie auch um Wege aus der Krise innerhalb der nächsten zehn Jahre – und das ohne Denkverbote. Der Finanzfachmann hat deshalb auch die kühnsten Ideen in nüchterne Zahlen übersetzt und durchgerechnet. Vier Modelle stehen im Vergleich: realistische als auch utopisch anmutende Rettungsversuche.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2005, Seite 44, nachlesen.

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