Diverses Der Heilsbringer

Machtwechsel entfacht Masseneuphorie: Nie zuvor hat die Amtseinführung eines US-Präsidenten für so viel Trubel gesorgt, wie die von Barack Obama. Selbst in Berlin wird das Ereignis auf Großleinwänden übertragen - Obama weckt große Erwartungen in Deutschland. Zu Recht, wie impulse-Redakteur Alexander Mayerhöfer zeigt.

Noch bevor der neue US-Präsident seinen Eid abgelegt hat, titeln die Zeitungen schon von der „Ankunft des Messias“ (Financial Times Deutschland) und rücken ihn in die Nähe von Abraham Lincoln (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Maßlose Übertreibung? Vielleicht. Grenzenlose Hoffnung? Ganz sicher. Selten hat ein außenpolitisches Ereignis solche Erwartungen in der Republik geweckt, wie die Machtübergabe zwischen dem abgewirtschafteten George W. Bush und dem neuen Hoffnungsträger Barack Obama. Auffallend viel Optimismus gibt es selbst bei den Unternehmern, die doch sonst dem politischen Personalkarussell kaum Bedeutung beimessen: Die Geschäfte laufen ja so oder so weiter.

Doch das war einmal: Nach zwei Amtsperioden Bush und einer globalen Bankenkrise (die noch nicht zu Ende ist), spüren auch Deutschlands Mittelständler ganz direkt, welche Auswirkungen es hat, ob in Washington gute oder schlechte Politik betrieben wird. Jahrelang wehrte sich die Bush-Administration selbst gegen zaghafte Regulierungswünsche der Europäer in Sachen Finanzmarkt. Das Ergebnis ist bekannt. Insofern besteht wahrlich Grund zur Hoffnung, wenn Obama „mehr Rechenschaft und mehr Verantwortung“ in der US-Regierung verspricht. Das wird sich auch für deutsche Unternehmer auszahlen.

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