Diverses Der heimliche Herkules

Auf den ersten Blick sieht das neue Fahrrad des Drahtesel-Bauers Hercules aus wie jedes andere. Selbst auf den zweiten Blick bleibt das Besondere im Verborgenen. Wer aber einmal mit dem "Emove" ein paar Runden gedreht hat, spürt sofort den stillen Begleiter im Hintergrund arbeiten: Ein kraftvoller Elektromotor verstärkt jeden Pedaltritt des Radlers. Von außen bleibt das unsichtbar, und innendrin steckt jede Menge Intelligenz.

Der Elektromotor, der erstaunlich gut getarnt in der hinteren Radnarbe verborgen ist, bewegt das Fahrrad nie von selbst. Erst der Tritt in die Pedale bringt auch den Schub aus der Steckdose: Durch die reine Funktion als Verstärker ist sichergestellt, dass der Radler nie die Kontrolle über das „Emove“ verliert.

Extra-Schub von bis zu 25 km/h

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Wieviel Extra-Energie vom Motor in die Fahrleistung fließt, lässt sich in drei Stufen einstellen. Dabei wird das Rad um bis zu 25 km/h beschleunigt – soviel Leistung lässt der Gesetzgeber gerade noch zu, um ohne Führerscheinpflicht zu fahren. Wohlgemerkt: Die Grenze gilt nur für die Elektrokraft. Leisten die Muskeln mehr, wird auch das Rad schneller.

Seine Energie erhält der Motor über den Akku, der geschickt im Rahmen verbaut ist. Von dort erhalten auch Vorder- und Rücklicht ihren Strom. Ist der Akku leer, schaltet der Motor automatisch um und arbeitet als Nabendynamo. Alternativ kann der Akku auch über die Steckdose aufgeladen werden. Nach Herstellerangaben besitzt der Energiespeicher eine Lebenserwartung von durchschnittlich 15.000 Kilometern.

Display mit Sicherheitsfunktionen

Wo bei anderen Rädern der Tacho sitzt, befindet sich beim Emove das Display. Das zeigt nicht nur die aktuelle Geschwindigkeit, zurückgelegte Gesamt- und Tageskilometer oder den Akku-Ladezustand an – es dient auch der Sicherheit. Ist es nicht eingesetzt, ist der Motor nicht funktionsfähig, das Emove wird damit zum normalen Fahrrad degradiert. Zusätzlich ist das Display so kodiert, dass es nur mit dem eigenen Emove kommunizieren kann. Weitere Sicherheitsfeatures lassen zudem Händler erkennen, ob ein nachgeordertes Display von einem Kunden oder einem Fahrraddieb bestellt wurde.

Das „Emove“ ist ein ideales Gefährt für Radler, die sich aus reinem Vergnügen auf den Sattel schwingen. Auch die tägliche Fahrt zur Firma verläuft angenehmer: Die höhere Geschwindigkeit spart wertvolle Zeit, das lästige Wechseln verschwitzter Kleidung kann ausbleiben. Selbst weite Strecken lassen sich mit deutlich weniger Anstrengung zurücklegen.

Das Emove im Detail

  • Rahmen: Aluminium
  • Rahmenhöhe: 28 Zoll
  • Gewicht: 27,5 kg
  • Akku: 10-Ah-Hochleistungsakku inkl. Ladegerät
  • Federgabel: Humpert, einstellbar
  • Lenker: Citylenker
  • Vorbau: Tranz X, Alu, verstellbar
  • Bremsen: Trommelbremsen (v.), Trommelbremsen mit Rücktritt (h.)
  • Sattel: Selle Royal Outdoor mit Elastomeren
  • Sattelstütze: Postmoderne Cushi ST Patentstütze, Alu, gefedert
  • Beleuchtung: Spanninga Radius Halogen (v.), Basta Ray (h.)

Preis: Je nach Ausführung zwischen 1.900 und 2.100 Euro.

Die Emove-Modelle kommen im April 2006 in den Handel.

Weitere Informationen: www.hercules-bikes.de

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