Diverses Der lang Unterschätzte

Toyotas Edelmarke Lexus galt hierzulande bislang nicht allzu viel. Obwohl die Fahrzeuge mit dem L im Oval technisch schon immer voll auf der Höhe waren. Nur mit dem Image und Design nach europäischen Schönheitsidealen klappte es bislang nicht so recht. Zumindest letzteres hat jetzt die Neuauflage des Lexus GS zurecht gerückt.  Foto-Galerie: Lexus-Design im Detail >>

Die coupéhafte Linienführung des Hecks, straffe, sportliche Linienführung – das stattliche Auto hat ein dynamisches, markantes und endlich eigenständiges Gesicht bekommen. Es hat lange gedauert, bis zur dritten Generation des GS: Jetzt schauen sich Passanten anerkennend nach ihm um. Ehrlich gesagt, das Auto hat’s verdient.

Das Platzangebot ist trotz geringem Längen- und Breitenwachstum (je 20 Millimeter auf 4,83 beziehungsweise 1,82 Meter) und sogar 15 Millimeter weniger Höhe (jetzt 1,43 Meter) für die Insassen spürbar gewachsen. Nur der Kofferraum mit 430 Litern Volumen ist im Vergleich zur Konkurrenz zu klein geraten. Materialien, Design und Qualitätsanmutung des Passagierraums entsprechen bestem japanischen Standard auf Premium-Klassen-Niveau. Audi, BMW und Mercedes können es nicht besser.

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Das gilt auch für den 4,3-Liter-V-8 des GS mit 283 PS. Souverän und dezent entwickelt er nach dem Druck auf den Starterknopf seine Power. Die Disziplin von Null auf 100 km/h schafft er wie ein Sportwagen in 6,1 Sekunden. Bei 250 km/h sagt die Elektronik Schluss. Der 6-Gang-Automat wechselt sanft und zügig die Gänge. Wer’s schneller haben will, schaltet in den Sportmodus und legt die Fahrstufen selber ein. Über das Vehicle Dynamics Intergrated Management (VDIM) sind die einzelnen Sicherheitssysteme wie Motormanagement, Traktionskontrolle und ESP miteinander vernetzt. Folge: Der GS bleibt in allen Fahrsituationen auch auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen sicher in der Spur.

Der GS in der Topausstattung Luxury-Line bietet fast alles was gut und nützlich ist: Highend-Soundsystem von Mark Levinson, elektrisch verstell- und belüftbare Ledersitze, Keyless-Go, Xenon-Kurvenlicht und ein Tempomat, der automatisch Distanz zum Vordermann einhält. Kleiner Makel: Die Bedienung des DVD-Navisystems ist unlogisch. Zudem verwirren zu frühe Richtungsansagen den Fahrer all zu sehr.

Fazit: Der GS 430 wird die obere Mittelklasse ganz gehörig aufmischen. Das Zeug dazu hat er. Fehlt nur noch das notwendige Image. Das wird er sich im Lauf der Zeit erarbeiten. Preis: ab 66.000 Euro. Weitere Infos: www.lexus.de

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