Diverses Der Schildermann

Er hat so viele Autokennzeichen geprägt wie kaum ein anderer in Deutschland. Denn 50 Jahre nachdem seine Eltern 1957 die ersten Kfz-Zeichen aus ihrem VW Käfer heraus verkauften, gehört Christoph Kroschke mit mehr als 400 Schilder-Shops zu den Führenden der Branche.

Erstaunlich, wenn
ausgerechnet der Herr im Schilderwald
sagt: „Der Kennzeichen-Verkauf
an Privatkunden hat keine Zukunft
mehr.“ Seine Begründung: „Auch Privatleute
leasen immer häufiger Autos.“ Konsequenz: Kroschkes Unternehmensgruppe
(1.750 Mitarbeiter) in
Ahrensburg übernimmt für Leasing-
Gesellschaften die An- und Abmeldeprozedur,
lagert und verwaltet die
Fahrzeugpapiere. Nur noch ein Drittel
des Umsatzes kommt aus dem Privatgeschäft.

Statt Schilder-Shops baut
Kroschke nun Auto-Service-Parks mit
Waschstraßen und Zubehörmärkten.
Der Clou: Die Kommunen, von denen
er früher teuer Läden mieten musste,
bringen jetzt dort ihre Zulassungsstellen
unter.

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Doch nicht jede Blech-Idee wird zu Gold, erinnert sich der
56-jährige Unternehmer an den Versuch,
im fernen China Fuß zu fassen.
Aber: „Wenn man 51 Prozent richtig
macht, können 49 Prozent falsch
sein.“

Beim Thema Kinder will Kroschke
alles richtig machen. Nicht nur für
die eigene Tochter und die fünf Söhne:
Mit seinem Bruder Klaus – ebenfalls
erfolgreicher Unternehmer – hat er
1993 die Kroschke-Stiftung gegründet.
Sie unterstützt Projekte für schwer
kranke Kinder. Der Antrieb für dieses
Engagement ist derselbe wie in der
Firma: „Spaß und Freude.“

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