Diverses Der Schwabe aus den USA

Säße der Passagier mit verbundenen Augen in einem Chrysler 300 C, könnte er meinen, es wäre ein Mercedes. Kein Ächzen, Klappern oder Rappeln. Mutter Daimler sorgt bei Tochter Chrysler im fernen Amerika für Qualität.

Kein Wunder: Viele Bauteile stammen
aus Autos mit dem Stern, etwa
Lenksäule, Hinterachse, Automatikgetriebe.
Hinzu kommt allerdings ein
uramerikanischer, vor Kraft strotzender
5,7-Liter-Achtzylinder mit 340 PS
und eine typisch amerikanische Karosserie.
Mächtige Kühlerfront, kurze
Überhänge mit dennoch riesigem Kofferraum
(504 Liter).

Dazwischen erstreckt sich über drei Meter ein Passagierraum vom Feinsten. Bedeutet: Freiheit auch für die längsten Beine. Kleine Einschränkung: Das niedrige Dach zwingt Großgewachsene zum Kopfeinziehen.

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Die kleinen Seitenfenster machen den 300 C zur Trutzburg. Beim Tritt aufs Gas brüllt der Chrysler-Motor gewaltig und katapultiert einen
vehement nach vorne. Beschleunigungen und Überholen gehen leicht von der Hand, zumal der Schaltautomat spontan reagiert. Trotz Hilfen wie ASR, ESP und ABS ist der Ami allerdings nicht für enge Serpentinen gedacht. Cruisen auf langen und geraden Strecken konvenieren ihm eher.

Fazit: Der 300 C soll ein Amerikaner mit deutschen Fahrmanieren sein. Ganz gelungen ist dies nicht, schon gar nicht bei den Trinkgewohnheiten. Dafür liefert er dann auch Kraft im Übermaß. Genau das ist gewollt. Preis:
ab 49.950 Euro.

www.chrysler.de

Weitere Meldungen aus dem Privat-Ressort können Sie in der impulse-Ausgabe 01/2005, Seite 130, nachlesen.

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