Diverses Der Sonne entgegen

Eos heißt die neueste Kreation aus der norddeutschen Tiefebene. Das VW-Cabrio hat seinen Namen von der griechischen Göttin der Morgenröte. Ist das neue Gefährt auch ein neuer Stern am Cabriohimmel?

Vorweg: Der Eos fährt sich gut, sogar hervorragend. Der kraftvolle 2-Liter-FSI-Motor mit 150 PS bringt den Neuling gut auf Trab und in Fahrt. Die Kennzahlen: 210 km/h Höchstgeschwindigkeit, knapp 10 Sekunden von Null auf 100 km/h. Er ist allerdings kein Sportler, eher ein Cruiser für die genussvolle Überlandfahrt. Auf diesen Zweck hin ist auch das Fahrwerk getrimmt. Es mildert unnötige Härten, so dass auch längere Touren rückenschonend machbar sind. Dafür schwankt das Auto deutlich in Kurven oder bei schnellen Lenkbewegungen. Da ist noch Feinabstimmung möglich, die den Zielkonflikt – entweder Komfort oder geringere Kurvenneigung – löst und beides ermöglicht.

Überraschend viel Platz im Innenraum

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Zum Cruisen lädt auch der Innenraum ein. Den zu besteigen gestaltet sich Dank des kurzen und weniger steil aufgestellten Windschutzrahmens leicht und gefahrlos. Die Vordersitze eignen sich für Großgewachsene und bieten guten Seitenhalt. Nur die Sitzfläche ist etwas kurz geraten. Auf der Hinterbank finden zwei Erwachsene Platz, wenn groß gewachsene Frontpassagiere sich auf Kompromisse einlassen und ihre Sitze nicht zu weit nach hinten schieben. Sonst reicht der Platz nur für „Kurze“. Dennoch übertrifft der Eos in der Raumökonomie seine Wettbewerber. Obwohl er in den Außenmaßen seinen kompakten Konkurrenten nahe kommt, bietet der Innenraum deutlich mehr Platz.

Das gilt nicht fürs Gepäck beim Offenfahren. Denn hat sich das fünfteilige Dach erst einmal elektrisch zusammengefaltet und im Kofferraum versteckt, bleiben für Reiseutensilien nur noch 205 Liter übrig. Weiterer Nachteil: Das Verdeck lässt sich im Kofferraum nicht anheben, so dass nur ein schmaler Spalt zum Beladen bleibt. Mit geschlossenem Dach stehen immerhin 380 Liter bereit. Trotz der relativ großen Gepäckabteilung ist die Heckpartie gelungen. Kein dicker Hintern oder Buckel verunstaltet die hintere Partie. Das sieht bei der Konkurrenz nicht so gut aus.

Dach verschwindet in weniger als einer halben Minute

A propos Dach. Es zu öffnen oder zu schließen bereitet einfach nur Freude. So lässt sich selbst die kleinste Regenpause nutzen, um sich von der Sonne bescheinen oder die Haare vom Fahrtwind zersausen zu lassen. In 25 Sekunden ist die nach oben offene Freiheit gewährleistet. Doch selbst bei geschlossenem Dach kommt so etwas wie Cabrio-Feeling auf. Das vorderste Segment des Daches ist aus Glas und lässt viel Licht in den Innenraum.

Das Cockpit erinnert stark an den VW Golf. Das ist kein Nachteil: Anmutung und Qualität überzeugen. Genau wie das Navisystem. Die Menüführung ist logisch, es führt sicher zum Ziel und bei Richtungsänderungen während der Zielführung reagiert es sehr schnell. Chapeau!

Fazit: Trotz elegantem Design ist der Eos kein Traumcabrio, aber die Rezeptur stimmt. Bewährte und zuverlässige VW-Technik und -Qualität bieten die Garantie, dass der Eos die Erfolgsstory des Golf Cabrio fortschreibt.

Preis: ab 27.950 Euro.

www.volkswagen.de

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