Diverses Der Staat schlägt zurück

Wolfgang Firk scheut keine Mühe. In den vergangenen Wochen ist der Vorstand des öffentlich-rechtlichen Wasserverbands Eifel- Rur von Rathaus zu Rathaus gezogen und drängte die Bürgermeister, ihre Abwassernetze an den Verband zu verkaufen. Und warnte sie ausdrücklich vor dem Verkauf an private Firmen: "Übernehmen diese die Leitungen, steigen die Gebühren zwangsläufig", behauptet der Staatsdiener.

Firk rennt mit seiner Werbetour offene Türen ein. Die einen haben es schon getan, die anderen sind gerade dabei: Die Stadtoberhäupter kaufen verstärkt ihre früheren Energie-, Wasser-,
Abwasser- und Müllbetriebe zurück. Und vergeben immer seltener Jobs an Private, lassen lieber wieder ihre eigenen Arbeiter ran. Oder führen
im Sinne Firks ihre Abwassernetze unter einem staatlichen Dach zusammen, Firmenchefs ausgeschlossen.

Kurz: Der Staat macht der Privatwirtschaft
wieder verschärft Konkurrenz. Prominentester Fall: der Kauf der Gelsenwasser AG durch die Stadtwerke Bochum und Dortmund Mitte 2003. Auch Konkurrenten wie der Branchenriese RWE, der französische Wasserkonzern Veolia oder die familiengeführte Unternehmensgruppe Rethmann waren interessiert, als Eon aus kartellrechtlichen Gründen den Wasserversorger auf den Markt brachte.

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Der Preis von 835 Millionen Euro jedoch, den die Stadtwerke zahlten, war ihnen zu hoch – „etwa 200 Millionen über dem Marktwert“, so ein Branchenkenner gegenüber impulse. Jetzt sind die Ruhrgebietsstädte einer der großen Wasser- und Energieversorger in Europa – mit dem Bochumer
Oberbürgermeister als Aufsichtsratsvorsitzendem.

Den kompletten Artikel „Der Staat schlägt zurück“ können Sie in der impulse-Ausgabe 08/2004, Seite 132, nachlesen.

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