Diverses Deutsche Arbeitskosten müssen auf das Niveau im Ausland sinken

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer fordern Lohnkürzungen und niedrigere Lohnzusatzkosten, um Produktionsstandorte in Deutschland zu erhalten.

Auch die Gewerkschaften könnten sich der Einsicht nicht verschließen, dass viele international tätige Unternehmen die deutschen Arbeitsplätze durch die Leistungen ausländischer Arbeitnehmer subventionierten.

„Es kann nicht zu einem Dauerzustand
werden, dass die Beschäftigung inländischer Arbeitnehmer sehr stark davon abhängt, dass in Wirklichkeit die ausländischen Kollegen für die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte sorgen“, schreibt Dr. Dieter Brucklacher, Präsident des Branchenverbandes VDMA, in einem aktuellen Beitrag für das Wirtschaftsmagazin ‚impulse‘ (Ausgabe 11/2005, EVT 20. Oktober).

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Brucklacher verweist als Vorsitzender der Geschäftsführung eines großen Mittelständlers auf die eigene Unternehmensgruppe. So habe das Werk in Österreich bei gleicher Produktion 20 Prozent weniger Personalkosten als der
deutsche Betrieb. Die eine, aber denkbar schlechteste Konsequenz hieße Abschied
vom Produktionsstandort Deutschland: „Die andere und vernünftige lautet: Angleichung der Arbeitkosten.“ Er warnte davor, auf einen Anstieg des Lohnniveaus im Ausland zu hoffen. „Wer darauf spekuliert, hat bereits verloren“, so der Verbandspräsident. Die Instrumente zur aktiven Stärkung des
deutschen Standorts seien bekannt. Dazu gehörten „die Senkung der Lohnzusatzkosten,
Verlängerung der Arbeitszeit, mehr betriebliche Bündnisse für Arbeit und Flexibilität statt Tarifkartelle“.

Für Rückfragen:
Gerd Kühlhorn,
Chefredaktion ‚impulse‘,

Tel. 0221/4908-626

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