Diverses Die Artuspreisträger 2007

Hier finden Sie alle Informationen zu den Projekten der Endrundenteilnehmer des Wettbewerbs.

1. Preis: Kreis Dithmarschen
Ein guter Wirtschaftsstandort wirbt nicht mit Worten, sondern mit Taten. Aus dieser Motivation haben Landrat Dr. Jörn Klimant und sein Baudezernent Dr. Rolf-Oliver Schwemer den Kreis Dithmarschen zur wirtschaftsfreundlichsten Kommune 2007 gemacht. Ihr Prinzip: Sie richteten ihre Verwaltung in Sachen Schnelligkeit, Präzision und Kundenorientierung nach denselben Kriterien aus, wie sie auch in Unternehmen gelten. In knapp zehn Jahren haben die beiden die Verwaltung auf den Kopf gestellt und mit Hilfe von Zielvereinbarungen, Benchmarks und Controlling-Instrumenten Bearbeitungsinhalte und vor allem die Verfahrensdauer genau festgeschrieben. Wirtschaftsfreundlichkeit ist dabei im Norden mehr als ein Wort. Als erste Kommune erfüllte der Kreis Dithmarschen die Kontrollkriterien der RAL-Gütegemeinschaft „Mittelstandsorientierte Verwaltung“.
www.dithmarschen.de

2. Preis: Hessisches Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen
Mehr als 100 000 Großraum- oder Schwertransporte rollen jährlich über Deutschlands Straßen. Noch größer war bislang die Aktenlawine, die für die notwendigen Abstimmungen durch Deutschlands Amtstuben rollte. Damit die Riesen-Lkw nicht schon in dem Genehmigungsverfahren zwischen diversen kommunalen, Landes- und Bundesbehörden im Stau stecken bleiben, haben das Hessische Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen und sein Leiter Wolfgang Scherz ein elektronisches Verfahrensmanagement entwickelt. Bundesweit sind damit alle für die schweren Brummis zuständigen Behörden vernetzt, können die Transporte online bis zur Abfahrt betreuen. Nicht selten ändert sich bei den aufwändigen Transporten etwas in letzter Minute – früher war deshalb ein neues Genehmigungsverfahren mit entsprechenden Terminverschiebungen erforderlich – jetzt sind online alle informiert und können sich auf die Änderungen einstellen. Das spart nicht nur in den Behörden und Betrieben Zeit und Formularkram – weil die Wirtschaft punktgenaue Genehmigungen erhält, entfallen die bislang häufigen Wartezeiten und entspreche Kosten von bis zu 20 000 Euro pro Tag.
www.hsvv.hessen.de

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3. Preis: Stadt Castrop-Rauxel
Das Prinzip der one-stop-agency setzt sich in Deutschlands Wirtschaftsbehörden immer mehr durch. Die Stadt Castrop-Rauxel hat den Service aus einer Hand noch optimiert: Mit der Kundenkarte CasCard vermittelt der Chef des Service Centers Wirtschaft, Hans-Werner Diel, Unternehmern in der Stadt nicht nur den direkten Draht zum persönlichen Berater im kommunalen Haus der Wirtschaft und einzigem Ansprechpartner in Behördenfragen. Das Kärtchen erlaubt auch den Zugang zu zahlreichen Dienstleistungen von Privatunternehmen von A wie Autovermietung bis Z wie Zeitung. Die Wirtschaftsförderung hat so ein Prinzip übernommen, das in der Wirtschaft als eines der besten Kundenbindungssysteme gilt.
www.castrop-rauxel.de

Sonderpreis Hessen: Amt für Wirtschaft und Liegenschaften Wiesbaden
Was macht ein Kämmerer, um mehr Steuern einzunehmen? Er sorgt dafür, dass sich die Unternehmen in seiner Stadt wohl fühlen und kräftig investieren. In Wiesbaden hat der Oberbürgermeister und Kämmerer Dr. Helmut Müller diesen Gedanken zum Prinzip erhoben. Gemeinsam mit dem Chef der Wirtschaftsförderung, Werner Backes, hat er Investitionsvorhaben von Unternehmen oberste Priorität eingeräumt. Egal ob Neuansiedlung oder Betriebserweiterung: Von der Standortberatung bis zu den erforderlichen Genehmigungen begleitet ein Berater als einziger Ansprechpartner die Unternehmen von Station zu Station. Das spart Zeit und Kosten – insbesondere unter Mittelständler gilt Wiesbaden deswegen inzwischen als attraktiver Standort, an dem man gerne Steuern zahlt.
www.wiesbaden.de

Ehrenpreis: RAL-Gütegemeinschaft Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung
Das Bemühen um weniger Bürokratie und mehr Wirtschaftsfreundlichkeit hat eine neue Dimension bekommen. Damit das Gute mehr als eine gute Absicht ist und Versprechen auch kontrollierbar eingehalten werden, haben zwölf Kommunen die RAL-Gütegemeinschaft Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung gegründet. Erstmals können sich Verwaltung zertifizieren lassen, wie es in der Wirtschaft seit längerem üblich ist. Dafür müssen sie 13 genau definierte Kriterien über Ansprechpartner, Arbeitsweise, Termineinhaltungen und Zielvereinbarungen erfüllen und sich regelmäßig der Prüfung durch externe Fachleute stellen. Die Gütesiegel-Kriterien sind zugleich ein Leitfaden für andere Kommunen. Das erste Dutzend zertifizierter Städte und Kreise ist bereits vol, weitere sechs befinden sich im Prüfverfahren.
www.gmkev.de

Die 15 weiteren Artus-Endrundenteilnehmer und ihre Konzepte

Amtsgericht Bremerhaven: Effizientes Netzwerk im Paragrafendschungel

Erst mit dem Eintrag ins Handelsregister wird ein Unternehmen handlungsfähig. Bremerhavens Amtsgerichtspräsident Uwe Lissau hat es aber nicht dabei belassen, dass sein Handelsregister eine Eintragung innerhalb von 5,25 Tagen abschließt und damit laut Bundeswirtschaftsministerium das schnellste in Deutschland ist. Lissau knüpfte zudem ein effizientes Netzwerk im Paragrafendschungel. Neueintragungen werden sofort an die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS Bremerhaven weiter geleitet, die dann von sich aus auf die Unternehmen zugeht und sie gezielt mit Fördermaßnahmen unterstützen kann. In das Netzwerk hat Lissau auch die Hochschule Bremerhaven integriert – sie übernimmt neben der Schulung des Handelsregister-Personals auch Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für die Firmen. Zunehmend entwickelt sich das Amtsgericht zudem zum Treffpunkt in Bremerhaven: Lissau lädt regelmäßig zu Kulturveranstaltungen in sein Haus.
www.amtsgericht-bremerhaven.bremen.de

Gemeinde Muggensturm: Arbeitsplätze stehen an erster Stelle

Was tut eine Gemeinde, wenn auf dem Wunschstandort eines ansiedlungswilligen Unternehmens ein Sportverein sitzt? Sie siedelt den Verein um. Die Gemeinde Muggensturm regelte zudem die Zufahrt, den Bau eines Gleisanschlusses und einer Zufahrtsstraße, ordnete die Grundstücke in dem betreffenden Bereich neu, kümmerte sich um die berechtigten Interessen der bisherigen Eigentümer und der Nachbarn – und das innerhalb kürzester Zeit. Nur knapp ein Vierteljahr dauerte es, bis die Coillager-Zentrum GmbH ihren Umschlagsplatz für tonnenschwere Stahlblech-Rollen bauen konnte. Geschäftsführerin Gerlinde Hartmann war von der Geschwindigkeit und dem Engagement der Muggensturmer so beeindruckt, dass sie die Bürgermeister Dietmar Späth und Wirtschaftsförderer Claus Gerstner für den Artus-Preis vorschlug. Als wichtigstes Argument ließ sie dabei die Verhältnisse in Muggensturm für sich sprechen: Bei gerade mal 6300 Einwohnern gibt es in dem kleinen Ort bei Karlsruhe 2500 Arbeitsplätze.
www.muggensturm.de

Gründerhaus Osnabrück: Full-Servcie für angehende Unternehmer

Gründerzentrum gibt es viele. Aber nur wenige, die ein derart umfassenden Service bieten wie das Gründerhaus Osnabrück. Die Einrichtung der Wirtschaftsförderung von Stadt und Landkreis Osnabrück begleitet Gründer von der ersten Idee über die unternehmerische Vorbereitung und Ausgestaltung bis zur Umsetzung in die Praxis. Jeder Schritt wird im „Gründerpass“ festgehalten – die Banken und Kreditinstitute im Kreis Osnabrück betrachten dieses Papier inzwischen als Visa für eine gesicherte Unternehmensfinanzierung. In das Gründerhaus-Konzept sind die Erfahrungen eingeflossen, die die Stadt und der Kreis Osnabrück in ihren bis dahin getrennten Existenzsgründer-Beratungen gesammelt hatten. „Aus Fehlern lernen“ hieß das Prinzip. Der Lernerfolg ist in Zahlen messbar: Innerhalb eines halbes Jahres brachte das Gründerhaus 117 Unternehmensideen bis zur Marktreife – 145 Arbeitsplätze werden in diesen Firmen entstehen.
www.gruenderhaus-os.de

Hessisches Sozialministerium, Abteilung Arbeitsschutz: Praktische Anleitung für Umgang mit komplizierten Regeln

Bauen als eine der ältesten Kulturtechniken der Menschheit bekommt dank des Hessischen Sozialministeriums (HSM) frische Impulse. Mit der Initiative Neue Qualität des Bauens haben die Hessen den Weg zu bundesweit von der Bauwirtschaft getragenen Qualitätsstandards geebnet. Das an sich wäre schon gut. Die Leiterin der HSM-Abteilung Arbeitsschutz, Marianne Weg, hat es jedoch noch besser gemacht. Unter ihrer Federführung entwickelte die ministerielle Behörde drei ineinander greifende Praxishilfen zur Anwendung der Arbeitsschutz-Regeln sowie für die Kommunikation mit Auftraggebern, Finanzdienstleistern und Versicherungen. Das Lob und die Nominierung für den Artus-Preis kam von Institutionen, die täglich mit den gesetzlichen Regeln zu tun haben: Der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen, die Dachdecker-Innung und die Unternehmensgruppe Nassauische Wohnstätte zeigten sich von den Kooperationsbereitschaft der Arbeitsschützer hellauf begeistert.
www.INQA-Bauen.de

Kreis Offenbach: Gute Organisation und frische Ideen

Die Finanznot der meisten Kreise und Kommunen hat vielerorts tiefe Spuren hinterlassen. Buchstäblich, wie beispielsweise der marode Zustand vieler Schulgebäude beweist. Der Kreis Offenbach hat mit Amtsantritt von Landrat Peter Walter neue Wege gesucht und gefunden. Peter schuf die Möglichkeit so genannter Public-Pivate-Partnership-Modelle, in denen private Firmen und öffentliche Hand gemeinsam in die Sanierung von Schulen investieren. Aber nicht nur deshalb ist der Kreis Offenbach Artus-Preis-würdig, meinen gleich mehrere Vorschlagende. Der Präsident der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, Prof. Gerhard Bremmer und weitere Unternehmer heben die gute Organisation der Kreisverwaltung, die hohe Motivation auf allen Mitarbeiter-Ebenen sowie die große Bereitschaft zu schnellen und klaren Entscheidungen hervor.
www.kreis-offenbach.de

Kreis Paderborn: Standortbestimmung als Wirtschaftsstandort

Der Kreis Paderborn hat alles, was eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung ausmacht. Lotsenfunktionen innerhalb der Behörde, entscheidungsfreudige und aufgeschlossene Beamten, schließlich sogar das RAL-Gütesiegel der Mittelstandsorientierten Kommunalverwaltungen. Vorbildlich im Sinne des Artus-Wettbewerbes ist der Kreis in Ostwestfalen-Lippe vor allem wegen seines Landrates Manfred Müller, meinen gleich mehrere Mittelständler und Gewerbetreibende aus dem östlichen Westfalen. „Stärken stärken und Schwächen schwächen“ ist demzufolge Müllers Arbeitsprinzip, hervorgehoben wird vor allem Müllers Prinzip der exakten Analyse und seine Bereitschaft, auch ungewöhnliche und neue Ideen zuzulassen. In einer „Zukunftskonferenz“ mit Politik, Verwaltung und Wirtschaft hat Müller eine klare Standortbestimmung für seine Verwaltung vorgenommen und als Hauptaufgabe den Ausbau des Wirtschaftsstandortes definiert. Den Einsatz für eine möglichst Bürokratie-arme Verwaltung beschränkt Müller dabei nicht auf den Kreis Paderborn: Über die OWL-Marketing-GmbH seines Regierungsbezirks hat er bereits mehrere Dutzend konkrete Bürokratieabbau-Vorschläge für das Land Nordrhein-Westfalen entwickelt.
www.kreis-paderborn.de

Landratsamt Altenburger Land: Breit angelegte Job-Initiative

Zu den Pionieren der schnellen und effizienten Verwaltung gehört das Landratsamt Altenburger Land. Bereits seit sieben Jahren gibt es dort den Lotsendienst für gewerbliche Baugenehmigungsverfahren; die ersten Teilbaugenehmigungen werden im Schnitt nach 10 bis 14 Tagen erteilt; komplette Baugenehmigungen werden innerhalb von 22 Tagen abgeschlossen. Vor sechs Jahren startete das Landratsamt zudem eine breit angelegt Job-Initiative; Stellenanzeigen der Unternehmen im Landkreis werden auch auf der Internetseite und im Amtsblatt für die 55 000 Einwohner des Kreises veröffentlicht. Mehr als 40 Unternehmen nutzten das Angebot bereits, rund 200 Stellen konnten so besetzt werden. Als Dienstleister für die Wirtschaft zeigt sich das Landratsamt zudem durch die Kooperation mit zwei privaten Gewerbeparks, die in denen inzwischen zusammen 27 Unternehmen angesiedelt werden konnten.
www.altenburgerland.de

Landratsamt Wunsiedel: Schnelle Hilfe per Telefon

Geschwindigkeit ist keine Hexerei, sondern eine Frage der Mittel. Weil die Beamten im Landratsamt Wunsiedel lieber direkt oder per Telefon statt mühsam per Brief und Post kommunizieren, geht es bei den Süddeutschen eben sehr schnell zu. Wolf-Christian Küspert, Chef der Helo-Holzwerke, hat es am Beispiel seines eigenen Unternehmens erfahren und deshalb das Landratsamt für den Artus-Preis vorgeschlagen. In Wunsiedel, so macht das Beispiel deutlich, sitzen risikobereite Pragmatiker in den Amtsstuben. Montag stellte Küspert den Antrag für einen dringend benötigten Sprinkler-Behälter für seine Holzwerke, Mittwoch befasste sich bereits der Stadtrat mit dem Thema, in der folgenden Woche dienstags hielt Küspert die Genehmigung in den Händen. Das Tempo war möglich, so ist Küspert überzeugt, weil die Verwaltung auch bei schwierigen Fällen die Belange der Wirtschaft erkennt und die bestmögliche Lösung sucht. Das Tempo, das Wirtschaftsförderer Thomas Edelmann an den Tag legte, wird sich für Küspert vermutlich schon bald auszahlen. Die Genehmigung für den Feuerschutz-Tank lag rechtzeitig für die Prämien-Verhandlungen mit der Gebäudeversicherung auf dem Tisch.
www.landkreis-wunsiedel.de

Main-Kinzig-Kreis: Solides Fundament gelegt

Im Schatten der Finanzmetropole Frankfurt ist es für Wirtschaftsförderer verlockend, auf die Großunternehmen zu setzen. Der Main-Kinzig-Kreis hat dieser Versuchung widerstanden. Dass der größte Kreis Hessens seit Jahren die niedrigste Arbeitslosenquote im Land verzeichnet, liegt auch an der Konzentration der Wirtschaftsförderung auf die kleinen und mittleren Unternehmen in der Region. Gerade vier Mitarbeiter zählt das Referat Wirtschaft und Arbeit von Susanne Simmler – aber offensichtlich leisten sie ganze Arbeit. Projektbezogen kann sie sich Teams aus anderen Ämtern hinzuziehen – so werden Parallelstrukturen in verschiedenen Behörden vermieden, außerdem fließen die Informationen reibungslos. Herausragend im Mainz-Kinzig-Kreis ist aber die Vielzahl von Netzwerken, in denen die Wirtschaftsförderer Unternehmen mit gleichen Themen und Interessen zusammenbringen. Dass sie an einem Strang ziehen, zeigen Wirtschaftsförderer und Unternehmer gerne auch nach außen: „Made in Main-Kinzig“ ist ihr gemeinsames Markenzeichen.
www.mkk.de

Rhein-Kreis Neuss: Gewolltes Vorbild für andere

Tue Gutes und rede darüber. Wenn der Rhein-Kreis Neuss über die in der eigenen Verwaltung erzielten Verbesserungen redet, dann nicht nur, um sich ins rechte Licht zu rücken. Der Kreis gehört zu den Initiatoren der RAL-Gütegemeinschaft Mittelstandsorientierte Verwaltung – deswegen sollen die am Niederrhein entwickelten Instrumente möglichst häufig kopiert werden, wünschen sich die Wirtschaftsförderer um Amtsleiter Jürgen Steinmetz. Wer das Instrumentarium der Neusser übernimmt, kann sicher sein, auf der Höhe der Zeit zu sein: Alle zwei Jahre wird mit einer Unternehmerbefragung nach dem aktuellen Verbesserungs- und Anpassungsbedarf sowie nach neuen Trends geforscht.
www.rhein-kreis-neuss.de

Rostock Business GmbH: Magnet für High-Tech-Unternehmen

Wer High-Tech-Unternehmen an der Ostseeküste ansiedeln will, muss schon eine besondere Anziehungskraft entwickeln. Die Rostock Business GmbH scheint diese Magnetwirkung auszustrahlen – die Wirtschaftsförderung wurde gleich von mehreren Technologie-Unternehmen vorgeschlagen. Schnelligkeit bei der Ansiedlung neuer Unternehmen, überdurchschnittliches Engagement bei der Suche nach Fachkräften für diese Firmen, aktive Netzwerkarbeit am Standort, Kontaktvermittlung zu Forschungs- und Enwticklungseinrichtungen – das sind die am häufigsten lobend erwähnten Leistungen. Rostock Business denkt und handelt in größeren Zusammenhängen. Die High-Tech-Initiativen in der Energie-, Maschinenbau- und Raumfahrtbranche ist Teil einer Gesamtstrategie und eines Gesamtkonzeptes für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Als Maßstab für alle Maßnahmen stellen die Rostocker die Frage, was dem jeweiligen Unternehmen nutzt – dazu zählt selbst die Suche nach geeigneten Fach- und Führungskräften.
www.rostock-business.com

Stadt Bad Tölz: Das Netzwerk siegt

Bad Tölz ist eine Kurstadt, die in einem landschaftlich attraktiven Gebiet im Bayerischen Oberland liegt – und doch wird hier die Ansiedlung von Produktions- und Entwicklungsbetrieben als Herausforderung und nicht als lästige Bürde angesehen. Beispielhaft handelte die Stadt mit ihrem 1. Bürgermeister Josef Niedermaier, als eine Tochtergesellschaft eines internationalen Luftfahrtkonzerns seine Büro- und Produktionsflächen erweitern wollte. Standorte im Ausland lockten. Aber man blieb in Bad Tölz, weil die Stadtverwaltung extrem schnell reagierte, eine unbürokratische Betreuung bot, und zusichern konnte, dass ins Auge gefasste Grundstück zum vereinbarten Preis und Zeitpunkt zur Verfügung stellen zu können. Zudem wurde das Unternehmen ganz früh in alle bestehenden Netzwerke der Stadt und der Region integriert, zum Beispiel auch als neues Mitglied des Regionalmarketingvereins „Wirtschaftsforum Oberland“.
www.bad-toelz.de

Stadt Hückeswagen: Eine Kleinstadt legt vor

Das Thema Wirtschaft ist in Hückeswagen mit seinen knapp 17000 Einwohnern Chefsache. Bürgermeister Uwe Ufer kümmert sich persönlich um die Belange der Unternehmer am Ort. Seine Verwaltung hat Ufer dabei so aufgestellt, dass sie nicht nur schnell, sondern auch für die Betriebe kalkulierbar und nachvollziehbar arbeitet. „Unser Ziel ist es, dass sich nicht die Unternehmer der Verwaltung, sondern die Verwaltung den Unternehmern anpasst“, hat Ufer als Ziel vorgegeben. Rechtssichere Baugenehmigungen innerhalb von 40 Tagen, Gewerbeflächen-Angebote innerhalb von fünf Tagen, Besprechungen zu Anfragen innerhalb von fünf Tagen – diese und viele andere selbst gesetzte Ziele dokumentieren die Schlagfertigkeit der Wirtschaftsförderung in Hückeswagen. Ufer gehörte zu den ersten Bürgermeistern, die sich für Nachprüfbarkeit von Verwaltungsversprechen stark gemacht haben. Entsprechend gehört Hückeswagen zu den Gründungsmitgliedern der RAL-Gütegemeinschaft „Mittelstandsorientierte Verwaltung“ und erhielt gemeinsam mit Nagold als erste Stadt diese Auszeichnung.
www.hueckeswagen.de

Stadt Landau: Klare Perspektiven mit sichtbarem Ergebnis

Die Stadt Landau weiß genau, was sie will. Ihre Vorstellungen vom „Wirtschaftsstandort mit Zukunft“ sind klar umrissen. Vom Grundsatz, welches Gewerbe wo angesiedelt werden soll, bis ins Detail der architektonischen Gestaltung („Kein Unternehmen soll durch minderwertige Bebauungen in der Nachbarschaft angewertet werden“) hat die Wirtschaftsförderung alle Ziele für potenzielle Investoren leicht verständlich und überschaubar zusammengestellt. Der Erfolg gibt den Pfälzern recht: Innerhalb von vier Jahren konnten sie knapp 70 Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten in der Stadt ansiedeln. Landau belässt es aber nicht bei einer offensiven Werbung um neue Unternehmen. Sobald ein Betrieb Interesse bekundet hat, setzt die Stadt alles daran, seine Vorstellungen zu erfüllen. Zwischen den ersten Ansiedlungsgesprächen und den notwendigen Baugenehmigungen vergehen nur wenige Wochen. Genauso intensiv kümmert sich die Verwaltung um die bereits am Ort ansässigen Firmen. Regelmäßige Kontakte mit den Wirtschaftsförderern und Spitzengespräche mit Oberbürgermeister Dr. Christof Wolff stellen sicher, dass das Rathaus über alle Sorgen, Nöte und Pläne der Unternehmen in der Stadt stets auf dem Laufenden ist.
www.landau.de

Statistisches Bundesamt: Elektronische Entlastung bei der Statistik-Pflicht

Die gesetzlich verankerte Daten-Meldepflicht für die amtlichen Statistiken gehört zu den am meisten beklagten Bürokratie-Lasten für Unternehmen. Unabhängig von der Diskussion um die Notwendigkeit hat das Bundesamt für Statistik aus der Not eine Tugend gemacht. Gemeinsam mit privaten Software-Entwicklern und in enger Abstimmung mit Praktikern aus der Wirtschaft entwickelten die Wiesbadener das Projekt eStatistik.core. Mit Hilfe dieser Software-Lösung können Unternehmen die ohnehin für eigene Zwecke im eigenen Haus gesammelten Daten automatisch und ohne Zusatzaufwand für die Statistiken aufarbeiten und elektronisch an die jeweiligen Statistikämter weiterleiten. Ganz neben steigert die elektronische Datenübermittlung per Internet auch Aktualität und Genauigkeit der amtlichen Statistiken und damit ihre Effizienz.
www.statspez.de/core

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