Diverses „Die Bank im eigenen Haus“

Reinhold Würth, 70, ist Beiratsvorsitzender der Würth-Gruppe. Sein internationales Handelsunternehmen machte zuletzt 6,2 Milliarden Euro Umsatz im Jahr.

impulse: Warum kauft das
Handelsunternehmen Würth das
Bankhaus Bodensee?

Würth: Ein Unternehmen verkalkt und die Kreativität verödet, wenn es immer den gleichen Marktplatz bearbeitet. Die Bank ist der Nukleus eines unabhängigen Finanzdienstleistungsbereichs. Zudem passt sie sehr gut zu unserer Leasing- und Finance-Tochter.

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Welche Vorteile bietet eine Bank
im eigenen Haus?

Was die Inanspruchnahme von Bankgeschäften durch den Konzern angeht, überhaupt keine. Nur wenn sie gleiche oder bessere Konditionen anbietet, wird sie unser Partner. Zwar können Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter das Bankhaus Bodensee nutzen, doch das Institut soll weitgehend externes Geschäft generieren und mit eigenen Gewinnen zum Konzernergebnis beitragen.

Werden Sie mittelfristig à la General
Electric Finanzdienstleistungen zum
wichtigen Standbein machen?

Jack Welchs Erfolge auf diesem für GE atypischen Sektor haben mich beeindruckt. Unabhängig davon sehe ich in diesem Bereich langfristig sehr gute Chancen: Die staatliche Altersvorsorge funktioniert immer schlechter, die Bürger werden älter, müssen mehr vorsorgen. Es ist wahrscheinlich, dass in 50 Jahren eine veritable Finanzdienstleistungsgruppe innerhalb
des Würth-Konzerns vorzufinden ist.

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