Diverses Die besten Service-Konzepte

Jahrelang versteigerte Robert Pretzer Möbel und Wertgegenstände in einem Bremer Auktionshaus, meist aus Haushaltsauflösungen. Als Ehefrau Karen beobachtete, welche Mühe es älteren Menschen bereitete, beim Umzug ins Seniorenwohnheim oder in kleinere Wohnungen Transportmöglichkeiten zu organisieren, kam sie auf eine neue Geschäftsidee: Umzugsservice inklusive Haushaltsauflösungen.

„Die wachsende Zahl älterer Mitbürger, die
Dienstleistungen in Anspruch nehmen,
bietet große Geschäftschancen“, glaubte die Unternehmerin und gründete den Umzugsservice SUS. Erfolgsbilanz:
Heute erhält ihre Firma bis zu 30 Aufträge im Monat.

Um solche Erfolgskonzepte ausfindig zu machen, hat impulse zusammen mit dem Wiesbadener Textilreinigungsunternehmen
Mewa AG zum dritten Mal den Deutschen Service-Preis ausgeschrieben. Professor Dieter
Spath, Leiter des Fraunhofer Instituts
für Arbeitsorganisation IAO in Stuttgart und Jurymitglied des Wettbewerbs: „Mit innovativen Service-Ideen wollen wir zeigen, wie Firmen neue Umsatzpotenziale erschließen
können.“ Beispiele, die sich jeder Unternehmer
zu Eigen machen kann.

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Insgesamt 140 Firmen aus allen
Branchen bewarben sich um den etablierten
Preis. Sieger: der Senioren-Umzugsservice SUS von Karen Pretzer. Das Konzept der Bremer Unternehmerin setzt auf ein breites Angebot von Dienstleistungen. Pretzer:
„Bei einem Umzug stehen Senioren
vor einem Berg von Fragen und Sorgen.“ Viele dieser Probleme löst der Umzugsservice für seine Kunden.

An-, Um- und Abmeldungen von
Post, Telefon und beim Einwohnermeldeamt,
Hilfe bei Kündigung des
Mietvertrags oder beim Hausverkauf,
Umzug in eine neue Wohnung sowie
Unterstützung beim Kauf der neuen
Wohnungseinrichtung gehören zum
Komplettprogramm. Den Verkauf
nicht mehr benötigter Möbel organisiert
SUS über Ebay.

Das Unternehmen beschäftigt inzwischen
drei feste Mitarbeiter und sechs Aushilfen. Den Erfolg ihrer Idee führt die Unternehmerin auf die soziale Kompetenz der Mitarbeiter
zurück, insbesondere auf deren Einfühlungsvermögen bei emotional
problematischen Situationen. Ganz
wichtig: „Unser Geschäft beruht darauf,
Vertrauen zu unserer Klientel
aufzubauen“, erklärt Karen Pretzer.
„Dazu gehört auch, dass ich nach
dem Service die Kunden regelmäßig
frage, wie zufrieden sie mit unserer
Dienstleistung waren.“

Zahlreiche Anfragen aus dem
ganzen Bundesgebiet brachten die
Bremer Unternehmerin dazu, ihr
Konzept im Franchise-System zu vermarkten.
Seit etwa einem Jahr bietet
ein Franchise-Nehmer den Umzugsservice
in Hannover an. „Mit einem
zweiten Bewerber aus Hamburg stehen
wir kurz vor dem Vertragsabschluss“, berichtet Pretzer.

Den vollständigen Artikel sowie Methoden zur Entwickung neuer Service-Ideen können Sie in der impulse-Ausgabe 04/2005, Seite 54, nachlesen.

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