Diverses Die Börsen-Tipper

Viele haben Marc Peters, 35, und Jens Schumann, 32, für verrückt erklärt. Mit einer Internetbude an die Börse? Mit dem einzigen Geschäftszweck Glücksspiel? Das klappt niemals! Und doch: Trotz des Zusammenbruchs des Neuen Markts vor fünf Jahren wagte Tipp 24 im Oktober den Sprung. Und ab­solvierte ihn mit Bravour.

Anleger kassierten Zeichnungsgewinne von zehn Prozent. Wichtiger noch: Der Kurs ist stabil.

Das spricht für das Geschäftsmodell von Peters und Schumann: Sie bieten Online-Lotto an. Spieler machen ihre Kreuzchen für die Samstagsziehung im Internet. Das kostet genauso viel wie am Kiosk. Und Probleme mit verlorenen Lottoscheinen gibt es garantiert nie wieder.

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Seit über fünf Jahren schneiden sich der Jurist und der Betriebswirt immer größere Stücke vom 69 Milliarden Euro großen europäischen Lottokuchen ab. Zocker sind sie dennoch nicht, eher kühle Rechner. Die Nische auf dem Internetmarkt entdeckten sie bereits 1999 nach systematischer Suche. Doch auf den fahrenden Börsenzug aufzuspringen gelang ihnen nicht mehr. Der Dotcom-Crash kam dazwischen.

„Das Warten hat sich gelohnt. Mit dem Börsenerlös bauen wir unter anderem unsere Geschäfte in Europa aus, besonders unsere Töchter in Spanien und Italien. Auch für Deutschland sind neue Spiele geplant“, so die Jungunternehmer. Man braucht eben nicht nur beim Lotto einen langen Atem.

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