Diverses Die (Bühnen-)Welt zu Gast in Ludwigshafen

Bereits zum zweiten Mal heißt es "Vorhang auf" für die Festspiele Ludwigshafen. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr präsentiert der Intendant Hansgünther Heyme vom 21. Oktober bis zum 16. Dezember 2006 hochkarätige Tanz- und Theaterproduktionen aus aller Welt. Gastproduktionen aus acht Ländern - darunter Brasilien, Island und Slowenien - wollen das Publikum mit Werken von der Antike bis zur Neuzeit begeistern.

Wie auch bei den ersten Festspielen wird das Programm von den Schwerpunkten Tanz, Antike und Schauspiel geprägt. So steht gleich zu Beginn eine außergewöhnliche Tanzproduktion auf dem Spielplan: die Neuinszenierung von Shakespeares „Romeo und Julia“ durch das Ballett Aterballetto Reggio Emilia. Bei dieser Produktion verbinden sich zeitgenössische Kunst, die Musik Prokofieffs und moderner Tanz zu einem ästhetischen Ereignis.

Weitere Highlights des Tanztheaters sind die Erstaufführung der deutschen Fassung von „Zarathustra. Das Lied vom Tanz“ des Béjart Ballet Lausanne sowie die viel gerühmte Hubbard Street Dance Company aus Chicago, die in Ludwigshafen ihre Europa-Tournee starten wird.

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Unter dem Motto „Antike und deren Nachfolger“ lässt Heyme der letztjährigen Inszenierung der „Elektra“ nun Euripides „Orestes“ folgen. Das Slowenische Nationaltheater Maribor zeigt das Stück in seiner Muttersprache mit deutschen Übertiteln. Desweiteren werden in dieser Reihe Goethes „Iphigenie auf Tauris“ und Shakespeares Sommernachtstraum in Brasilianischer Fassung gezeigt.

Dem Schauspiel wird mit Werken von Brecht und Büchner gedacht. Anlässlich des 50. Todestages Bertolt Brechts gastiert das Berliner Ensemble mit drei Inszenierungen für eine Woche bei den Festspielen Ludwigshafen. Die Company Vesturport aus Reykjavik wird eine populäre Form von Büchners Woyzeck präsentieren, untermalt von der Musik von Nick Cave.

Ein weiteres Sahnehäubchen ist die Aufführung des Delaney-Schauspiels „Der bittere Honig“ mit Julia Jentsch in der Hauptrolle, die als Sophie Scholl im Kino Furore machte.

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