Diverses Die Goldweber

Wo immer auf der Welt kühne Architekten sich an atemberaubenden Konstruktionen versuchen, kommen Stephan und Ingo Kufferath ins Spiel. Die Brüder sind Spezialisten für die Herstellung von Geweben aus Kunststoffen, Metallen und Fasern. Mit ihrer Weberei in Düren erobern sie die Weltmärkte.

Ihr jüngster Coup: ein Auftrag
aus China. Sie gestalten derzeit die Fassade
der neuen Oper in Peking. Die
Metallweber verkleiden das Opernhaus
mit goldfarbenen Aluminiumgeweben.
Stephan Kufferath: „Am Ende wird das
Gebäude wie ein goldglänzender Monolith
erscheinen.“ Auftragswert: 2,5
Millionen Euro.

Viele Konkurrenten hatten sich für dieses Prestige-Projekt beworben. Dass sie den Zuschlag bekamen, hat mit der internationalen Strategie des Mittelständlers zu tun. Stephan Kufferath: „Wir agieren marktnah mit sieben Werken weltweit, unter anderem in den USA und in China.“ Die in
Peking sicherte den Auftrag für die
Oper.

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Was die Kunden außerdem an
den Materialien aus Deutschland schätzen:
„Wir bringen Funktionalität mit
Ästhetik zusammen. Durch den Einsatz
einer Gewebefassade entsteht nicht
nur ein dekorativer, sondern auch ein
isolierender Effekt“, erklärt Ingo Kufferath.

Diesen Kosten sparenden Vorteil
wussten die Franzosen schon 1993 zu
schätzen. Und beauftragten die Dürener,
die Fassaden der weltweit für ihre
Architektur bewunderten Bibliotheque
Nationale zu verkleiden.

Weitere Meldungen aus dem Ressort Macher + Märkte können Sie in der impulse-Ausgabe 04/2005, Seite 11, nachlesen.

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