Diverses Die Krönung

Seit 1997 unterstützt der Kaffeeröster J.J. Darboven junge Unternehmerinnen mit dem Idee-Förderpreis. Da ist es an der Zeit, den Mann hinter diesem Preis vorzustellen: Albert Darboven.

Ein Waschbetonkasten im Hamburger Hafen. Die Firmenfarben Braun und Orange dominieren. Ein dunkel getäfeltes Zimmer, Spitzengardinen vor den Industriefenstern. In der Mitte des Raums ein schwerer, runder Holztisch. An den Wänden hängen zwei Ölgemälde und Teile einer Münzsammlung. Albert Darboven kommt zur Tür herein.

Nach dem Händeschütteln ergreift er sofort die Kaffeekanne auf dem Tisch: „Für Sie auch eine Tasse?“ Dampfend fließt tiefschwarzer Kaffee in die Tassen aus feinem Porzellan. Auf dem Teller daneben Kaffeesahne in kleinen Plastikdöschen. „Ich habe schon einen halben Liter Kaffee heute morgen getrunken – ohne kann ich nicht.“

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Eine Stunde später: Drei kleine Waschbecken hängen an dem runden, drehbaren Tisch. 34 Tassen mit Kaffee sind ordentlich am Tischrand aufgestellt. Kleine Zettel zeigen die verschiedenen Sorten an. Albert Darboven schnappt sich einen Suppenlöffel, nimmt einen Löffel Kaffee, schleudert ihn hörbar im Mund herum, spuckt ihn dann ins Waschbecken. Ein kurzer Dreh am Tisch, schon ist der Löffel in der nächsten Tasse.

Darboven testet jeden Morgen um halb zehn die am Vortag gebrannten Bohnen. Das ist Chefsache, denn schließlich „stehe ich mit meinem Namen für diesen Kaffee“. Eine Tasse schiebt er ein wenig nach vorne. Eine Mitarbeiterin mahlt mehr Bohnen von der beanstandeten Probe. Dann testet der Chef noch mal. Entwarnung, jetzt schmeckt der Kaffee, wie er schmecken muss.

Beim Rundgang durch den Betrieb wird Darboven von seinen Mitarbeitern freundlich gegrüßt – 20 neue stellt er in diesem Jahr ein: „Wir geben richtig Gas.“ Zwischen Kaffeepackungen, die auf einem Fließband dahinsausen, trifft er seine Betriebsleiterin Erika Melendez. „Sie hat die gesamte Produktion hier aufgebaut und ist einer der Gründe für den Idee-Förderpreis, der Unternehmensgründerinnen auszeichnet“, erklärt Darboven. „Ich habe bei ihr einfach gesehen, wie tüchtig Frauen sein können.“

Schon als kleines Mädchen hat Melendez bei ihm im Stall geholfen. Nach dem Ingenieurstudium hat er sie gefragt, ob sie sich den Umzug der Produktion von Berlin nach Hamburg zutrauen würde. Und hat sie eingestellt.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2005, Seite 160, nachlesen.

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