Diverses Die Lösung ist nur einen Klick entfernt

Brainfloor, die website von Marcus Berthold und Reinhard Karner bietet Unternehmen den Einsatz williger Ideengeber im Internet bei der Suche nach Ideen, neuen Produkten und besseren Abläufen.

Na ja, die Idee ist eigentlich alt. Marcus Berthold hatte zumindest den Grundgedanken vor fünf Jahren, was im Zeitalter des Internets dem Frühmittelalter entspricht. Er hirnte lange rum und tat sich vor zwei Jahren mit Reinhard Karner zusammen. Sie gründeten Brainfloor, ein Angebot an Firmen, die Innovationen brauchen, Abläufe verbessern, Produkte suchen wollen. Auf der Kundenliste: Jack Wolfskin, Imax Kinos, Südsalz, viel Mittelstand, Mold and Matic, ein großer österreichischer Werkzeugbauer.

Die Firmen stellen ihr Problem in die Ideenlounge der Brainfloor-website. Dann geht es los. Sofort, schnell, heftig. Berthold erzählt: „Es gibt Studenten, die wollen Kohle.“ Der Auftraggeber kann für die Ideen der „Brainworker“ die Noten Eins bis Fünf geben. Fünf heißt Nonsense, null Euro. Eins bis vier, ein Euro.

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Agentur im bayrischen Miesbach

Wer am besten benotet wird, also am meisten Euros sammelt, für den gibt es die Prämie – 250 Euro – noch obendrauf. „Das kann lukrativ sein. Es gibt Leute, die kommen auf 30 bis 40 Euro pro Stunde“, sagte Berthold. Manche machen aus Spaß mit, so sei das mit social networks. Hat was von vorne dabei sein, von cool. „Es gibt auch Führungskräfte, die finden das genial, die setzen sich gerne mit fremden Problemen auseinander.“

Berthold ist 37 Jahre, Marketing- und Kommunikationswirt, seit 15 Jahren Unternehmer. Er hatte eine Agentur im bayerischen Miesbach gegründet. Firmen engagieren ihn für Workshops „Ideenfindung im Betrieb“. Damals hatte er auch die Idee mit der website und blieb stecken. Bis er bei einem Seminar für Innovationsmanager an der Fachhochschule Kufstein Reinhard Karner kennenlernte. Die zwei dachten gemeinsam nach und kurz darauf ging die Firma an den Start.

„Wir haben zwei Jahre gebraucht, es so einfach zu machen wie es jetzt ist“, erzählt Berthold. Anfangs gab es noch sogenannte Ideenchips und keine Euros für Ideen. Im Sommer schaltete Brainpool auf Web02, die Teilnehmerzahl verfünffachte sich. Mehr als 2000 „Brainworker“ geben „Brainusern“ Ideen.

Neben den Innovations-Euros zahlen die ideensuchenden Firmen 1500 Euro, um ihre Anfrage ins Netz stellen zu können.

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