Diverses Die neue Serviceoffensive

Die Messeveranstalter haben die Aussteller wiederentdeckt. Sie versuchen, mit Rundum-Paketen und Qualitätsmanagement den Dienst am Kunden zu verbessern.

Die Düsseldorfer Medica ist längst ein Messeklassiker. Und doch taugt sie immer wieder als Schauplatz für Premieren. Bei der jüngsten Medizinschau im vergangenen November wurden Erstausstellern speziell geschulte Betreuer zur Seite gestellt, sie erhielten auf Seminaren Tipps für ihre Planung und später regelmäßig Besuch am Stand. Ziel: Neulinge sollen sich ganz um ihre Geschäfte kümmern können.

„Wir haben beobachtet, dass Aussteller beim ersten Mal oft Effizienzverluste haben“, begründet Messechef Werner Dornscheidt die Hilfsaktion. Sie kam so gut an, dass er die Coachings für Neuaussteller nun fest ins Repertoire aufnimmt. Dornscheidt verspricht: „Wir kümmern uns auch künftig besonders um Neukunden.“

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Aussteller loben den Trend

Nicht nur die Düsseldorfer sind mit neuen Dienstleistungen ins Messejahr 2006 gestartet. Unter den Messeplätzen ist ein regelrechter Servicewettbewerb ausgebrochen: Hamburg hat eine zentrale Hotline geschaltet, die sich unbürokratisch um Ausstellersorgen kümmern soll. In Köln will man die Servicequalität verbessern, indem man die Vertragspartner stärker kontrolliert. Frankfurt hat ein neues Internetportal für Aussteller gestartet.

Damit treffen die Messen den Nerv vieler Unternehmer. Die meisten wünschen sich ganz einfache Dinge: Sie wollen freundlich und zuvorkommend betreut werden, und sie erwarten vom Veranstalter preiswerte Dienstleistungspakete. „Jemanden, der mal zum Stand kommt und fragt, ob alles in Ordnung ist“, will etwa Frank Antwerpes, Gründer und Chef der Kölner Doc Check AG, der ein Internetportal für Mediziner aufgebaut hat. Das sei noch lange nicht die Regel: „Wenn das WLan in der Halle nicht funktioniert, müssen Sie von Pontius zu Pilatus rennen, bis Sie jemanden gefunden haben, der sich zuständig fühlt.“ Gerade große Veranstalter haben eine Vielzahl von Subunternehmern unter Vertrag, die sich um einzelne Services kümmern. Persönliche Hotlines wie in Hamburg sollen die Anliegen von Ausstellern jetzt sammeln.

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Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 07/2006, Seite 58, nachlesen.

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