Diverses Die neuen Auslandsmärkte mit Zukunft

Die neuen Auslandsmärkte mit Zukunft

Die neuen Auslandsmärkte mit Zukunft

Weltweite Übersicht der Exportchancen für deutsche Firmen.

„Die deutschen Exporteure sollten sich im Jahr 2003 mehr denn je um Auslandsmärkte kümmern. Vielversprechende Chancen bieten dynamisch expandierende Märkte in Osteuropa, Asien, Afrika sowie dem Nahen und Mittleren Osten. Auch Engagements in den traditionellen Märkten Westeuropas oder den USA bleiben interessant und wichtig. Denn trotz schwächeren Wachstums geht es hier um große Absatz-Volumina und um sehr stark umkämpfte Märkte. Das Potenzial ist da. Jetzt kommt es darauf an, dass sich die deutschen Exporteure auf wichtigen Märkten durchsetzen.“ Dies sagt der Direktor der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai), Gerd Herx.

Er präsentiert dazu die Ergebnisse der jährlichen Umfrage, in der die Korrespondenten der bfai in 49 Ländern Anfang 2003 die Nachfrage nach ausländischen Waren aus den Wirtschaftszweigen Informations- und Kommunikationstechnik (IuK), Elektrotechnik/ Elektronik, Maschinenbau, Chemie sowie Kfz-Industrie untersuchten. Diese Sektoren decken etwa 60 Prozent der deutschen Ausfuhren ab. Die Umfrage soll der deutschen Wirtschaft Hinweise auf interessante Wachstumsmärkte geben.

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Ergebnis: Gewichtet nach Welthandelsanteilen wird die Nachfrage nach ausländischen Produkten am stärksten im Chemiebereich (+5,3 Prozent) und in der Kfz-Industrie (+4,3 Prozent) zulegen. Gemessen am Nachfragewachstum sind auch die Exportpotenziale bei Elektrotechnik/Elektronik (+3,3 Prozent), im Maschinenbau (+2,6 Prozent) und bei IuK (+2 Prozent) positiv.

Bei einer Betrachtung der einzelnen Länder ergibt sich ein differenzierteres Bild. Während sich das Exportpotenzial der Chemieindustrie in Asien im Durchschnitt nur um 4,8 Prozent steigert, liegen die Märkte mit den höchsten Zuwachsraten genau hier (Vietnam: +15 Prozent, VR China +14,5 Prozent). In der IuK-Industrie sowie im Kfz-Bereich könnten die Importe einzelner Länder um bis zu 50 Prozent zunehmen (IuK in Jugoslawien +50 Prozent, in Algerien +33 Prozent, Kfz in Korea (Rep.) +50,7 Prozent, in der VR China +35 Prozent). In 21 der untersuchten Länder ist IuK voraussichtlich der am stärksten wachsende Sektor.

„Wie hoch die realisierten Wachstumsraten der deutschen Exporteure in den einzelnen Branchen tatsächlich sein werden, hängt sehr stark von den spezifischen Marktstrukturen sowie von politischen und regionalen Entwicklungen ab. Angesichts des Irakkonflikts ist eine Prognose heute sehr schwierig“, sagt Herx.

Westeuropa bestimmt mit über 60 Prozent Anteil weiterhin eindeutig das deutsche Exportgeschäft. Bei insgesamt verhaltenem Wachstum ergeben sich die besten Lieferaussichten in der chemischen Industrie und im Maschinenbau. Osteuropa bleibt ein Markt der Zukunft. In allen untersuchten Sektoren geht es 2003 aufwärts. Exportpotenziale zwischen +2,2 Prozent im Kfz-Bereich und +7 Prozent bei IuK lassen weiterhin eine wachsende Bedeutung der Region für den deutschen Außenhandel erwarten. Aus heutiger Sicht erwartet die bfai 2003 in den USA ein Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent und ein Importplus von knapp 6 Prozent; auch hier sieht es in der Chemie am besten aus.

Im Raum Asien/Pazifik gehen die bfai-Korrespondenten in allen untersuchten Sektoren von verbesserten Chancen für deutsche Exporteure aus. Mit +14,7 Prozent sind die Erwartungen für den Automobilbau sogar deutlich zweistellig. Wachstumshoffnung der Region bleibt die VR China.

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