Diverses Die Ost-Investoren

Macher des Monats

Laufschuhe kommen aus Asien – bis heute ist das eine schiere Selbstverständlichkeit. Doch im Herbst wird sich dies ändern. Dann tragen ambitionierte Sportler auch Lauflinge made in Germany. Schuhe von erlesener Qualität.

In Düssin, einem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, starten die Brüder Ulf und Lars Lunge auf 6.600 Quadratmetern mit der Produktion nach eigenen Entwürfen. Die Lunges betreiben in Hamburg und Berlin sechs Schuhläden. Doch die „Massenware aus Fernost genügt meiner anspruchsvollen Kundschaft häufig nicht“, sagt der ehemalige Hamburger Marathonmeister Ulf Lunge.

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Schon einmal, in den 90er Jahren, hatten beide versucht, in Korea eine Auftragsfertigung hochzuziehen. Außer einer Menge Ärger wegen Ideenklaus und schlechter Qualität brachte der Ausflug jedoch wenig ein. Daher setzen sie jetzt, eine Autostunde von Hamburg entfernt, auf die eigene Manufaktur. Das denkmalgeschützte Gebäude haben sie für 20. 000 Euro ersteigert und einige Millionen in Umbau und Maschinen investiert. „Alle Behörden haben uns vorbildlich unterstützt“, lobt Ulf Lunge.

Und die öffentliche Hand steuerte Subventionen in Höhe von 43 Prozent des Investitionsaufwands bei. Klar, dass die Schuhfabrikanten trotzdem mit den Preisen der Asien-Importe nicht konkurrieren können. Wollen sie auch nicht: „Unsere Schuhe haben eine viel längere Lebensdauer und sind äußerst hautverträglich. Dafür zahlen die Kunden gern mehr“.

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