Diverses Die Riesen kommen

Was tun am Tag der Deutschen Einheit? Ganz klar – dieses historische Highlight kann man eigentlich nur in Berlin feiern. Und die wieder vereinigte Hauptstadt hat sich zum 20. Jubiläum ein echtes Großereignis einfallen lassen: Die Riesen kommen!

Highlight der Feierlichkeiten sind die 15 Meter hohen Marionetten der Französischen Straßentheater-Gruppe „Royal de Luxe“ für die jede Menge Straßen abgesperrt werden. Mehrere Tage dauerte es, bis die XXL-Figuren auf dem Flughafen Tempelhof zusammengebaut waren. Am Samstag taucht dann am Humboldthafen ein Tiefseetaucher mit Schuhgröße 237 aus den Fluten der Spree auf. Mit seinem Schwimmanzug aus einer LKW-Plane wird er seiner Nichte entgegen marschieren. Und dann: Am späten Nachmittag, „Le Rendez-vous de Berlin“, treffen sich beide am Brandenburger Tor. Eine große Wiedersehensfreude für Onkel und Nichte – ein Riesen-Fest für die Berliner, die den Tag der Einheit feiern.

Insgesamt bestehen die Feierlichkeiten aus mehreren Events. Das traditionelle Volksfest zum Tag der Einheit lockt wie immer mit Biergärten, deutschen Spezialitäten aus verschiedenen Bundesländern und Musik. Am Samstag findet auf der großen Bühne am Brandenburger Tor ein fünfstündiges Konzert statt. Von 18 bis 23 Uhr treten die Bands Silbermond, Ich & Ich, Revolverheld, Jennifer Rostock und Avid auf.

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Am Sonntag lädt dann die Straße des 17. Juni zur Körperbegehung ein. Sie haben richtig gelesen – aber, keine Angst, Sie sollen niemanden hinten ´rein kriechen: Am Welttag der Organspende, der in diesem Jahr zum ersten Mal in Deutschland stattfindet, können Besucher in einem überdimensionalen Herzen und einer Lunge herumwandern. „Sie sind aber nicht ganz so groß wie die Riesen“, sagt Thomas Beck von der Deutschen Stiftung Organstransplantation. Ab 15 Uhr spielen am Brandenburger Tor unter anderem die Ex-DDR-Rocker Karat und die englischen Kuschelrock-Veteranen Barclay James Harvest. Wem das zu old-fashioned ist, der kann zum Kleinen Stern abwandern und sich dort Afro-Pop-Jazz anhören.

Und keine Angst – so lange wie der Regierende Bürgermeister müssen Sie nicht durchhalten. Der geht sowieso gerne als Letzter.

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