Diverses „Die Skulpturen der Maler“

Chagall, Miró oder Picasso - bei diesen Namen denken sicher die meisten an Malerei. Doch die Künstler konnten mehr - wie die Ausstellung "Die Skulpturen der Maler" im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zeigt. Zu sehen sind dort noch bis Ende Oktober gut 140 Arbeiten - darunter sowohl Gemälde als auch Plastiken - von rund 20 Künstlern. impulse-Leser haben die Chance auf eine exklusive Führung - bewerben können Sie sich ganz einfach online.

Zu sehen sind im Museum Frieder Burda gut 140 Arbeiten von rund 20 Künstlern: Edgar Degas, Marc Chagall, Pablo Picasso, Alberto Giacometti, Joan Miró oder Georg Baselitz. In der Regel als Maler ausgebildet, genügte ihnen die flache Leinwand nicht. Sie wandten sich auch der Skulptur zu, und als Autodidakten entdeckten sie neue Materialien und entwickelten eine ungewohnte Formensprache. Die Ausstellung setzt Gemälde und Skulpturen zueinander in Beziehung. Die Werke stammen teils von internationalen Leihgebern, teils aus Frieder Burdas eigener Sammlung: Seine relativ junge Begeisterung für die Bildhauerei spiegelt sich in dieser Kunstschau.

Der Franzose Edgar Degas (1834 – 1917) ist der früheste in der Ausstellung vertretene Künstler. Für ihn sind Malerei und Plastik nur unterschiedliche Ausdrucksformen für das gleiche Thema: Fotografische Momentaufnahmen nimmt er mit Bildern von Tänzerinnen vorweg; „Probe im Foyer de la danse“ gehört dazu. Mit der Statue „Kleine vierzehnjährige Tänzerin“, die als Leihgabe der Staatlichen Kunstsammlung Dresden zu sehen ist, überträgt Degas sein Sujet in das Medium der Skulptur – und revolutioniert diese Darstellungsform, die zuvor für denkmalsgleiche Vorbildfiguren reserviert ist. Die Zeitgenossen finden den Realismus der Figur skandalös: Ihr Gesicht zeige Spuren aller Laster.

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Ein ähnliches Sakrileg bedeuten fast ein Jahrhundert später die Plastiken des spanischen Surrealisten Joan Miró (1893 – 1983): Er kombiniert Alltags- und Konsumobjekte, lässt sie in Bronze gießen und bemalt die Ergebnisse mit den fröhlichen Farben seiner Bilder – für Kritiker eine Entweihung des bedeutungsschweren Bronzematerials. Ausstellungskurator Jean-Louis Prat, der Miró noch gekannt hat: „Kehrte er zur Malerei zurück, hatte ihn die Beschäftigung mit der Dreidimensionalität der Skulptur auf neue Ideen gebracht.“

Zehn impulse-Leser können, jeweils mit einer Begleitperson, an einer exklusiven Ausstellungsführung teilnehmen, die im Museum Frieder Burda, Baden-Baden, am 23. Oktober um 17 Uhr beginnt; im Anschluss, bis circa 18.30 Uhr, wird zu einem Sektempfang im Museumscafé gebeten.

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