Diverses Die Starthelfer

Obwohl Coaching boomt, tun sich Gründer mit diesem Führungsinstrument noch schwer. Dabei können Coaches gerade hier besonders viel bewirken.

Als im November die Auftragslage schwankte, waren sie wieder da, die Zweifel. Doch Dietmar Färber fühlte sich für derlei Rückschläge bestens gerüstet. „Seit ich selbständig bin, habe ich einen Coach engagiert“, sagt der Kölner Schreinermeister. Tatsächlich gelang es ihm, in Gesprächen und Visualisierungsübungen mit der Kölner Kommunikationswissenschaftlerin Birgit Morrien den Durchhänger schnell zu überwinden.

Mit Hilfe eines psychologisch versierten Gesprächspartners die eigenen Werte, Gefühle und Verhaltensweisen erkennen, daraus Konsequenzen zu ziehen und diese auch umzusetzen – dieses Instrument erlebt seit Jahren einen regelrechten Boom. Vor allem Gründer können einen solchen Coach gut gebrauchen.

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„Viele unterschätzen die Anforderungen der Selbständigkeit gewaltig“, sagt Christopher Rauen aus Osnabrück, einer der renommiertesten Vertreter dieser Zunft.
Nachteile und Risiken würden ausgeblendet, der Einfluss aufs Privatleben unterschätzt, Rechts- oder Führungsfragen ignoriert. Und: Unter bestimmten Bedingungen wird Coaching sogar bezuschusst.

„Hauptzweck ist die persönliche Selbstreflexion“, sagt Sabine Dembkowski, international tätiger Coach mit Büros in London und Köln. Auch Schreinermeister Färber hat mit Hilfe seiner Beraterin erst einmal seine Motive hinterfragt und nach unternehmerischen Fähigkeiten in der eigenen Familie geforscht. „Für den Unternehmensstart braucht man nämlich nicht nur fachliche Kompetenz, sondern vor allem eine klare Perspektive, die Begeisterung, Vertrauen und Willenskraft freisetzt“, so Morrien.

Folglich ist die Verantwortung der Coaches bei diesem Prozess immens. „Am Ende kann durchaus die Erkenntnis stehen, dass sich jemand gegen innere Widerstände dazu durchgerungen hat, zu gründen“, sagt Dembkowski. Dann sei es im Zweifel besser, gleich wieder auszusteigen, anstatt noch mehr Geld und Kraft zu investieren. Stimmen hingegen Motivation und Konzept, hilft der Coach, das Alltagsgeschäft zu bewältigen.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 06/2005, Seite 68, nachlesen.

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