Diverses Die Welt der kleinen Hopps

Sie investieren eine Menge Geld und viel Herzblut in den Sport: Was treibt erfolgreiche deutsche Unternehmer an, einen Fußballklub zu führen?

W enn Martin Kind vor dem Stadion
aus seinem schnellen Auto
steigt, wollen ihn alle fotografieren.
Und ihm am liebsten die Hand
schütteln. Die Fans, die Angestellten des
Vereins,
die VIPs. Eilig versucht Kind,
sich an ihnen vorbeizumogeln auf dem
langen Weg in seine Loge 19. Er sieht
irgendwie
gehetzt und selten glücklich
aus. „Fußball“, sagt der 65-Jährige, „ist
ein komisches Thema.“

Montags bis freitags mutet sich Kind
in seiner Hörgerätefirma (500 Filialen,
1900 Mitarbeiter) Arbeitstage von bis zu
16 Stunden zu. Am Spieltag, in seiner
Loge,
genehmigt sich der Präsident von
Hannover 96 eine Art Belohnung. Dann
rollt der Ball, und es steht in 90 Minuten
eine Entscheidung an, die Kind nicht
mehr beeinflussen kann. Im Grunde
passt es gar nicht zu ihm, dieses Roulettespiel,
bei dem ein Pfostenschuss Millionen
kosten kann. In der Fußballbranche
schießt das Geld zwar nicht höchstpersönlich
die Tore, aber wo es fehlt,
wohnen die vielen Gegentore.

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Hannover 96 vor der Insolvenz bewahrt

Martin Kind, der Mann mit dem kantigen
Gesicht, hat vor zwölf Jahren den
Traditionsklub Hannover 96 vor der Insolvenz
bewahrt und seitdem zu einer moderne Fußballfirma umgebaut. Warum
Fußball? „Ich wollte die Prozesse verstehen,
ich wollte lernen“, sagt er. Fußball
war für ihn nie eine Leidenschaft,
sondern ein Projekt, mit dem er Verantwortung
übernimmt, das den Horizont
erweitert.

Mit Politikern kungeln, mit
Mittelstürmern und Sponsoren verhandeln,
mit Journalisten spielen – bis der
absolute Fußballlaie Kind auch diese
Dinge durchdrungen hatte, musste er viel
Lehrgeld zahlen. „Als Chef von 96 habe
ich nicht immer kluge Entscheidungen
getroffen“, gesteht der Hauptgesellschafter,
Sponsor und Präsident.

„So was herrlich Halbseidenes“

Über deutsche Klubpräsidenten hat
der frühere Außenminister Joschka Fischer,
ein Fußballkenner, mal gesagt:
„Diese Typen haben doch alle so was
herrlich Halbseidenes: eine Mischung
aus Gebrauchtwagenhändler, Makler
und Barbesitzer.“ Lag Fischer damit richtig,
und gilt das womöglich noch heute?

SAP-Mitgründer und Milliardär Dietmar
Hopp hat mit seinem Dorfklub TSG
Hoffenheim Maßstäbe im Profifußball
gesetzt. In seinem Windschatten wirken
viele kleine Hopps, quer durchs Land,
quer durch die Ligen. Warum nur stecken
erfolgreiche Unternehmer ihr Geld ins
Kicken? Es sind Mäzene, für die Fußball
eine reine Herzensangelegenheit ist, Firmenchefs
auf der Suche nach Werbeplattformen,
Heimatsponsoren. Und
Förderer der Jugend.

Auch Heinz Hankammer, 77, Präsident
des Zweitligisten SV Wehen-Wiesbaden
und Gründer der Wasserfilterfabrik
Brita in Taunusstein (Jahresumsatz:
300 Millionen Euro), hatte in seiner Jugend
wenig für Fußball übrig. „Mein
Sohn war mit sieben ein furchtbarer Querulant
– beim Fußball hat er gelernt, sich
zu fügen.“ Das imponierte dem Vater dermaßen,
dass er sich Ende der 70er-Jahre
im damaligen A-Klassenverein engagierte.
„Zuerst als Vergnügungsausschuss-
Vorsitzender.“ Also Bierwart? „Na ja“,
sagt Hankammer, „ich musste Veranstaltungen
organisieren.“

Seit 27 Jahren ist Hankammer Präsident,
im Februar wurde er einstimmig
wiedergewählt. „Wir haben die stärkste
Jugendabteilung der Gegend und bauen
gerade ein Jugendleistungszentrum auf.
Wenn ich etwas anfasse, dann will ich auf
lange Sicht etwas bewegen.“

Der Verein als Familienunternehmen

Rückschläge nimmt er in Kauf. So ist
sein Klub soeben abgestiegen. Nach dem
Durchmarsch über sechs Klassen waren
zwei Spielzeiten in Liga zwei der vorläufige
Höhepunkt des Familienunternehmens:
Der Papa ist Präsident, Sohn Markus
Stellvertreter, Mutter Monika hat als
Schriftführerin mitgearbeitet, und nach
Tochter Brita ist nicht nur die Firma benannt,
sondern auch das neue Stadion in
Wiesbaden: Brita-Arena.

Für das Projekt Wiederaufstieg wird
Hankammer erneut Geld lockermachen.
„Da werden ein paar Millionen zusammenkommen.“
Dass er als „Abramowitsch
vom Dorf“ bezeichnet wird, müsse er
akzeptieren.
„Mein Engagement,
der Name Brita-
Arena, das ist alles ja
auch Werbung“,
sagt er und vergleicht
sich mit
den ganz Großen:
„So wie
VW beim VfL
Wolfsburg oder
wie Audi beim SV
Ingolstadt.“

Oder wie Hellmich
in Duisburg. MSV-Arena, Loge
Nummer zwölf, die des Präsidenten.
Ein imposanter Konferenztisch, daneben
ein Edelholztresen mit einem Ensemble
erlesener Brände, vorne die große Glasfront
zum Spielfeld. Walter Hellmich, 65,
hat es eilig. Mit der Begrüßung bittet er
um die erste Frage. „Ich hab doch für
nichts Zeit.“ Schnell will er noch einen
Kaffee einschütten – zack, fliegt der Deckel
von der Kanne, und die schwarze
Brühe ergießt sich über den Tisch.

Kurz vor dem Exitus

Schnell
den teuren Tintenfüller retten und loslegen:
„Der Klub stand 2002 kurz vor dem
Exitus“, sagt er und wischt dabei weiter,
„das war wirklich dramatisch.“ Großbaustelle
MSV, Sanierer Hellmich kam,
wurde
Aufsichtsrat, dann Präsident
und
Vorstandsvorsitzender.
Als Bauunternehmer mit 1000 Mitarbeitern
und mehr als 200 Millionen Euro
Jahresumsatz hat Hellmich gute Verbindungen
zu Banken und Wirtschaft, ins
Rathaus, zur Landesregierung. Er bekam
eine Bürgschaft für den Stadionneubau.

Er musste „gigantisch viel Zeit investieren“.
Eigenes Geld auch? „Ja, klar, aber
das will ich nicht an die große Glocke hängen.“ Privatschatulle oder Firmenmittel?
„Können Sie halten wie ein Dachdecker:
Die Firma gehört mir ja zu 100
Prozent. Ist also immer mein Geld.“
2002 hatte der MSV ein abrissfälliges
50er-Jahre-Stadion, heute spielt er in einer
modernen Arena. Hellmich ist immer
ernst, schnell, kontrolliert. Was ist er,
Kaufmann, Gönner, Mäzen? „Ich bin
Kaufmann. Und der Chef. Vaterfigur.“

„Das ist das Größte für mich“

Patriarch? „Dummes Zeug. Ich marschiere
voran, aber ich nehme die anderen
mit. Teamarbeit.“ Motivation? „Wenn die
Mitarbeiter sagen: Es ist toll, an Ihrer Seite
zu sein! Das ist das Größte für mich.“
Auch Martin Kind mag das Wort Fußballmäzen
nicht. Ein Mäzen, sagt er, gebe
sein Geld und lasse damit andere etwas
anstellen. Er nimmt die Dinge
lieber selbst in die Hand. Verantwortung,
findet auch er, ist nicht
teilbar.

In der Jugend hat Walter Hellmich
geboxt, dann Tennis gespielt
und als Förderer seinen
Heimatklub TG Dinslaken zur
deutschen Tennismeisterschaft
2001 geführt. Warum danach der
MSV? „Ich bin Duisburger.“ Er mache
den Job, weil er „für andere da sein will.
Die Familie ist abgesichert, die Kinder
sind groß, das Unternehmen läuft. Jetzt
kümmere ich mich eben um die Allgemeinheit,
um arme Leute“. Aber nur
noch drei Jahre maximal: „Die Lebensqualität
geht auf Dauer flöten. Dann müssen
andere an die Front.“

Über die größte Erfahrung an vorderster
Linie dürfte Hans Weber verfügen.
Der Unternehmer war gerade 22, als er
beim badischen Dorfverein SV Linx im
Ortenaukreis das Amt des Vorsitzenden
übernahm. Als jüngster Klubchef weit
und breit. „Es war ein Vakuum vorhanden“,
erzählt Weber, und weil er sich
selbst als Fußballer weitgehend talentfrei
sah, übernahm er den Funktionärsposten.
„Meine Freunde spielten, ich regelte
den Rest.“

Es ist die wundersame Geschichte
des gemeinsamen Aufstiegs: Der
SV Linx spielte in der untersten Kreisliga,
als Weber gerade seinen Meister als Holzbauer
machte und einen Betrieb gründete,
mit einem Angestellten und 800
D-
Mark Startkapital.

Tagsüber brachte
Weber
seinen Betrieb voran, nach Feierabend
seinen SVL. Das Klubhaus wurdegebaut, ein Rasenplatz angelegt. In Beine
wurde erst später investiert.

„Seine Familie speist man nicht mit Geld ab“

„Es war von
Anfang an ein Geben und Nehmen“, sagt
Weber. Dieser Satz ist ihm wichtig. Er
sieht sich nicht als Zampano, der mal
eben sein Privatkonto plündert. „Der
SV Linx ist zu einer Art Familie geworden.“
Seine Familie speist man nicht mit
Geld ab.

72 Jahre ist Hans Weber jetzt alt, seit
50 Jahren leitet er den SV Linx. Die Firma
Weber beschäftigt heute 800 Mitarbeiter,
macht 140 Millionen Euro Umsatz und
baut 600 Fertighäuser jährlich. Beim SVL
ging es stolze sechs Ligen nach oben.
Fünfmal sind die Linxer in die Oberliga
aufgestiegen, fünfmal wieder ab in die
Verbandsliga. „Mehr ist hier nicht zu machen“,
weiß Weber. „Von der Bundesliga
habe ich nie geträumt.“

Gegenwert muss da sein

Natürlich floss im Laufe der Jahre eine
Menge Geld. Er investiere pro Saison so
viel, wie zwei Anzeigenseiten in einer
überregionalen Zeitschrift kosten. Dafür
berichtet Woche für Woche die Presse
über ihn und seine Kicker, die das Firmenlogo
auf dem Trikot tragen. „Es muss
ein Gegenwert da sein“ – da ist er, bei
aller
Liebe, ganz Unternehmer.

Weber hat seinem Verein auch nach
Misserfolgen die Treue gehalten. Anders
als Wilfried Finke. Der Präsident des SC
Paderborn 07, dessen sechs Möbelhäuser
280 Millionen Euro Umsatz im Jahr machen,
warf Ende April überraschend die
Brocken hin. Seine Mannschaft, Tabellenzweiter
der dritten Liga, hatte beim 0:2
bei Eintracht Braunschweig erneut versagt.
Aufstieg in Gefahr: „Mit einer solchen
Einstellung kann ich mich nicht
mehr identifizieren“, sagt Finke. Bevor er
selbst ging, hatte der Ostwestfale seit
1997 etliche Trainer gefeuert. „Ich glaube,
es waren sechs“, sagt Finke.

MSV-Chef Hellmich kann die von ihm
Geschassten der Reihe nach aufzählen:
Pierre Littbarski („das ging ziemlich
schnell“), Norbert Meier („musste leider
sein“), Jürgen Kohler („gleich nach ein,
zwei Monaten“), dann Rudi Bommer
(„das Umfeld hat nicht mehr mitgemacht“).
Hellmichs Fazit: „Vier ist relativ
wenig in sieben Jahren, oder?“

„Nein“ zu Ralf Rangnick

Martin Kind schickte sogar Hoffenheims
heutigen Erfolgstrainer Ralf Rangnick
vor fünf Jahren nach Hause und hält
einen besonderen Ligarekord: Innerhalb von zwölf Jahren hat er sieben Manager
eingestellt und wieder entlassen.

Personalverschleißer Nummer eins ist
freilich Michael Roth, Präsident des 1. FC
Nürnberg. 15 Trainern gab er in 19 Club-
Jahren vorzeitig die Papiere – deshalb
nennt ihn die Branche auch den Trainerkiller.

Der Teppichhändler gilt als letzter
Patriarch der Bundesliga, klein von
Wuchs, posiert er gern in Feldherrnpose,
weshalb man den Mann in Nürnberg
auch Napoleon vom Valznerweiher
nennt. Roth sagt: „Erfolg gibt es nur, wo
einer das Sagen hat.“

Wie Hoffenheim den Sprung ins Oberhaus
zu schaffen, davon träumt Berndt-
Ulrich Scholz, seit vier Jahren Präsident
des schwäbischen Drittligisten VfR Aalen.
Beruflich hat Scholz es fertiggebracht,
den elterlichen Schrotthandel in einen
der führenden europäischen Recyclingkonzerne
zu verwandeln. Sportlich will
er den Verein für Rasenspiele in die zweite
Liga führen. „Klar wollen wir aufsteigen“,
sagt er lapidar.

Das Stadion trägt
inzwischen seinen Namen. Doch der Verein
kämpfte in der gerade abgelaufenen
Saison gegen den Abstieg. Trainer Jürgen
Kohler und Sportdirektor Petrick Sander
wurden entlassen. Scholz will künftig
noch mehr Geld zur Verfügung stellen.
Auf rund sechs Millionen Euro belief sich
der Etat in dieser Saison, neun Millionen
sollen es in der kommenden Spielzeit
sein. „Zusammen mit Imtech tragen wir
den größten Teil des Etats.“ Imtech, ein
Gebäudeausrüster, ist der zweite Hauptsponsor
des VfR.

Eine Million aus der Privatschatulle

Fußball ist teuer. Zweite Binse: Not
macht erfinderisch. So sammelte der
1. FC Köln im Winter Spenden für die
Rückkehr von Lukas Podolski
vom FC Bayern. Größter Gönner:
Solarworld-Chef Frank
Asbeck aus Bonn, der eine
Million Euro überwies.
Aus seiner Privatschatulle,
betont er, seiner Firma
könne er das nicht antun.

Über die Millionen, die Martin
Kind in den Verein gesteckt hat,
spricht er nicht. An der Fußballfirma 96
– einer Kapitalgesellschaft mit 50 Millionen
Euro Jahresumsatz – hält er 50 Prozent.
Sein Investment sieht er als Risikokapital,
das keine Chance auf eine vernünftige
Rendite hat. „Was die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
betrifft, kann Hannover 96 in der Bundesliga
nur Rang zehn bis 15 belegen. Eigentlich
haben wir hier keine Zukunft,
denn es gibt keine wirtschaftliche Perspektive.
Und das macht mich innerlich
unglaublich unruhig und aggressiv“, sagt
Kind.

Seit Jahren führt der Unternehmer
einen einsamen Kampf gegen die
50+1-Regel des DFB, die es Investoren
verbietet, die Mehrheit an einem
Klub zu übernehmen.

Kind will die Liga von Grund
auf verändern, Hellmich will
sie weiter umgraben: Außer in
Duisburg hat er die Schalke-Arena
als Generalunternehmer gebaut,
Wiesbadens Brita-Arena, große
Teile des Stadions in Jena, den neuen Tivoli
in Aachen, die neue Tribüne beim FC
St. Pauli in Hamburg. Ist das nicht kontraproduktiv,
die Konkurrenz durch moderne
Stadien wirtschaftlicher zu machen?
„Sehe ich nicht so. Ich bin Unternehmer.
Da bring ich mich voll ein. Wer
mit uns baut, hat den großen Vorteil: Ich
kenne beide Seiten.“

Dass es für Vereine auch Risiken birgt,
sich an einen einzigen Großsponsor zu
binden, erlebt derzeit der Regionalligist
SC Pfullendorf. Der örtliche Küchenhersteller
Alno hat zum 30. Juni sein
finanzielles
Engagement beim SCP für
beendet erklärt. Mit 500.000 Euro hatte
das Unternehmen den Klub jährlich alimentiert.
36 Jahre war Alno, namentlich
Gründersohn Arthur Notdurft, Unterstützer
der Heimatelf, die im Jahr 2000
sogar um den Aufstieg in die zweite Liga
mitspielte.

Was in ganz Pfullendorf die
Gemüter erhitzt: Statt den SCP sponsert
der Küchenhersteller nun die Frauen-Nationalmannschaft.
„Dieses Engagement
hat eine bundesweite Strahlkraft,
die für Alno als Weltmarke entscheidend
ist“, begründet dies Jörg Deisel, Marketingvorstand
bei Alno. „Als letzte Konsequenz
könnte unser Abstieg stehen“,
bedauert
Manfred Walk, seit 35 Jahren
erster Vorsitzender des SCP.

„Menschen ein anderes Lebensgefühl vermitteln“

Was treibt die Macher an, wenn es
nicht ums Geld geht? Martin Kind spricht
von Sozialsponsoring, das er betreibt,
und will „keine Orden“, sondern sein
Projekt 96 abschließen: „Probleme lösen,
Ergebnisse erreichen, etwas hinkriegen –
das ist mein Motor.“ Auch Walter Hellmich
sieht sich im Dienste der Allgemeinheit:
Mit tollem Fußball und einer modernen
Arena „kann man den Menschen
hier ein ganz anderes Lebensgefühl vermitteln.
Mein Anreiz ist, den Bürgern viel
zu geben. Sonst kommen sich die Duisburger
ja oft vor wie der letzte Dreck“.

Über die eigene Eitelkeit gehen die
Auskünfte weit auseinander. Heinz Hankammer,
der Chef in Wehen, sagt entschieden:
„Nein. Ich bin nicht eitel! Ich
setze mir nur Ziele. Und es stört mich
nicht, wenn mich jemand für verrückt erklärt.“
Auch Hans Weber, der Mr. Linx,
sagt: „Ich habe das nie gemacht, um meine
Eitelkeit zu befriedigen.“ Walter Hellmich
gesteht, in den ersten zwei, drei
Jahren ganz gern vorn gestanden zu haben.
Aber das nutzte sich ab. „Ich habe
das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.
Ich bin 65 und brauche keinem mehr zu
zeigen, was für’n Superkerl ich bin.“

Was sind für das eigene Ego schon Einbauküchen
und Fertighäuser, Schrottbusiness
und Hörgeräte? „Um sich
außerhalb
der Berufswelt ein Profil zu
erarbeiten,
ist der Fußball ideal“, sagt
Paderborns
Ex-Chef Wilfried Finke, der
Mann mit der fliegenden grauweißen
Mähne. Es wäre doch das Schlimmste,
wenn man erfolgreich ist – und „niemand
bekommt es richtig mit“.

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