Diverses DIHK: Keine Trendwende bei Ausbildungsverträgen

In Industrie, Handel und Dienstleistungen seien die Neuverträge weit hinter dem Vorjahresstand zurückgeblieben, berichtete der DIHK in Berlin.

Die erhoffte Trendwende auf dem Ausbildungsmarkt ist nach Ansicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bislang ausgeblieben. In Industrie, Handel und Dienstleistungen seien die Neuverträge weit hinter dem Vorjahresstand zurückgeblieben, berichtete der DIHK in Berlin. Nach sieben Jahren stetiger Steigerungen von 1994 – 2001 belaufe sich der Rückgang im August 2002 auf 7,4 Prozent (von 263.982 im Vorjahr auf 244.555). In den alten Bundesländern sei sogar ein Rückgang um 8,1 Prozent (von 217.702 auf 199.980) zu verzeichnen.

Nur in 12 IHK-Bezirken habe sich sich ein kleines Plus gezeigt, während in 26 ein zweistelliges Minusergebnis verzeichnet worden sei. Zwar sei die Zahl der Bewerber ebenfalls zurückgegangen, jedoch nicht so stark wie die Zahl der Angebote. Damit drohe erstmals seit Jahren ein Absinken der Versorgungsquote unter 100 Prozent. Allerdings müssedie Bewerberstatistik der Arbeitsämter noch um die jetzt anlaufenden Nachvermittlungen bereinigt werden.

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Der DIHK sieht die Ursachen für diese Entwicklung vor allem in der „labilen wirtschaftlichen Situation“ vieler Unternehmen. Wenn Betriebe die Belegschaft reduzieren müssten, werde auch bei der Neueinstellung von Auszubildenden gespart. Bei Unternehmen, die Konkurs anmelden müssen, werden Ausbildungsplätze überhaupt nicht mehr besetzt.

Erfolgreich seien die Bemühungen der Industrie- und Handelskammern, die nach der Jahrhundertflut gefährdeten Ausbildungsverhältnisse zu retten. Alle betroffenen Auszubildenden hätten vorübergehend oder auf Dauer in anderen Ausbildungsbetrieben untergebracht werden können. Darüber hinaus lägen den betroffenen IHK zahlreiche Angebote aus allen Teilen Deutschlands zur Übernahme von „Hochwasserlehrlingen“ vor. dpa

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