Diverses Dreiste Prüfer stoppen

Finanzbeamte blicken jetzt ungeniert in intime Firmen- und Privatdaten. Wie sich Firmenchefs gegen zu viel Schnüffelei wappnen.

Mittelständische Unternehmen sehen in jüngerer Zeit beim Besuch von Finanzbeamten häufig schlecht aus. Denn nur jeder vierte deutsche Firmenchef hat sich darauf eingestellt, dass die Steuerprüfer direkt auf den Rechnern des Unternehmens herumschnüffeln dürfen. Die meisten Firmenchefs haben sich mit dem Thema digitale Betriebsprüfung noch nicht beschäftigt.

So das alarmierende Ergebnis einer Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU). „Höchste Zeit für die Betriebe, Waffengleichheit mit dem Finanzamt herzustellen“, drängt deshalb ASU-Steuerchef Peer-Robin Paulus. Denn die Dreistigkeit, mit der sich der Fiskus direkten Einblick in die Firmen-EDV verschafft, wird noch weiter zunehmen.

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Bereits jetzt laufen beispielsweise im Bereich der Ober­finanzdirektion Münster 40 Prozent der Betriebsprüfungen elektronisch ab. Bei der Oberfinanzdirektion Chemnitz sind es 30 Prozent. Tendenz steigend. Klar ist: Trifft man als Mittelständler keine Vorkehrungen, geraten die Finanzbeamten rasch an Daten, die sie eigentlich gar nichts angehen.

Die Prüfer schauen aber keinesfalls verschämt weg, wenn sie auf private Belege oder Papiere stoßen. Etwa auf die Korrespondenz mit Geld­instituten im Ausland. Im Gegenteil: Das Eichel-Ministerium (BMF) weist die Beamten an, auf alle Daten zu­zugreifen, die für die Steuer irgendwie spannend sein können. Zufallsfunde und Infos aus versehentlich überlassenen Dateien inklusive.

So steht es in einem ausführlichen Fragen- und Antwortenkatalog aus dem BMF – eine Art Gebrauchsanweisung für die Prüfer vor Ort (Aktenzeichen IV­ A 7). „Hier schießt die Finanzverwaltung deutlich übers Ziel hinaus“, moniert Harald Grürmann, Steuerberater aus Lüneburg und Vizepräsident der Bundessteuerberaterkammer. impulse zeigt, wie sich Firmenchefs gegen Eichels Schnüffler schützen können. Und zwar ganz legal.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 06/2005, Seite 92, nachlesen.

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