Diverses „Eigenverantwortung ist wichtig“

Ein Modell, das Planungssicherheit verspricht, bietet die Möbel Kraft AG seinen Mitarbeitern an: Dabei werden Teile des Bruttogehalts zurückgestellt und zu Rentenzeiten ausgezahlt. Wie hoch die Vorsorge ausfällt, entscheidet jeder selbst.

Für Gunnar George ist das keine Frage: Jeder sollte sich kritisch mit dem Thema Altersvorsorge auseinandersetzen. Schließlich geht das jeden etwas an. Und nur, wer Eigenverantwortung übernimmt, kommt weiter. „Das gilt privat wie beruflich“, sagt der Geschäftsführer von Möbel Kraft www.moebel-kraft.de. Das Traditionshaus aus Bad Segeberg wurde 1893 von Hinrich Kraft gegründet. Heute hat es drei zusätzliche Standorte in Buchholz, Berlin und Vogelsdorf – und gut 1500 Mitarbeiter. Hinzu kommt eine virtuelle Filiale in Second Life.

George, der die Finanzen der gesamten Unternehmensgruppe Höffner/Kraft/Krieger mit 8500 Mitarbeitern vertritt, fürchtet, dass viele das Risiko der Altersarmut unterschätzen. Und darum ist es ihm wichtig, dass seine Mitarbeiter etwas dagegen tun. „Schließlich gibt es den klassischen Generationenvertrag nicht mehr“, sagt er. „Jeder ist aufgefordert, für sich selbst aktiv zu werden.“ Um die Angestellten dabei zu unterstützen, gibt es bei Möbel Kraft die betriebliche Altersvorsorge in Form der Entgeltumwandlung. Dabei werden Teile des Bruttogehalts zurückgestellt und zu Rentenzeiten ausgezahlt.

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Entgeltumwandlung: Wenig Risiko für die Mitarbeiter

„Bei der Entgeltumwandlung kann jeder selbst entscheiden, wie viel er zurücklegen will“, sagt George. Das ist ihm wichtig, denn auch dabei geht es wieder um Eigenverantwortung. Doch bevor die Mitarbeiter darüber entschieden haben, gab es eine ausführliche Beratung: „Wir wollten, dass sich unsere Mitarbeiter mit diesem Modell auseinandersetzen. Dass sie sehen, was am Ende rauskommt, wenn sie nichts zurücklegen. Und dass sie verstehen, was sie in ihren Rentenzeiten bekommen können, wenn sie jetzt verzichten“.

Im Sommer 2004 fanden die Informationsgespräche statt – zunächst in Gruppen, dann individuell. Bei diesen Pflichtveranstaltungen rechnete man der Belegschaft vor, wie hoch der Einspareffekt ist, wenn sie auf 50 oder 100 Euro im Monat verzichten. Das war nicht einfach zu organisieren, denn in der Möbelbranche ist im Frühjahr und ab Herbst wieder Hochkonjunktur. Darum konnte man die Mitarbeiter nur im Sommer informieren. Aber die Rechnung ging auf: Etwa 30 Prozent der gesamten Belegschaft sorgt jetzt betrieblich durch Entgeltumwandlung fürs Alter vor. George selbst übrigens auch: „Das Modell gibt mir mehr Planungssicherheit als eine Kapitallebensversicherung“, sagt er. „Und das ist mir wichtig!“

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