Diverses Ein Augenblick der Freiheit

Arash T. Riahi gelingt mit seinem Drama das vielleicht bewegendste Spielfilmdebüt dieser Saison: Sein Film erzählt die Geschichte dreier Flüchtlingsgruppen, die aus dem Iran fliehen und in der Türkei auf die Bewilligung ihrer Asylanträge warten.

Riahis Geschichte ist so realistisch wie schwer zu ertragen. Dabei überzeugt sie gerade in Szenen voller Humor und Poesie. Mit dem preisgekrönten Drama um drei Flüchtlingsgruppen, die aus dem Iran fliehen und in der Türkei auf die Bewilligung ihrer Asylanträge warten, gelingt ihm das vielleicht bewegendste Spielfilmdebüt dieser Saison. Auch deshalb, weil der gelernte Dokumentarfilmer die Fiktion hinter der radikalen Wirklichkeit verschwinden lässt.

Sie erinnert an Riahis eigene Familie, die das Dilemma der Protagonisten teilt: Sind sie zu feige, in der Heimat für ihre Ideale zu kämpfen, oder mutig genug, im Ausland ihre Würde zu behaupten? Mitreißend schildert der Film die lebensgefährliche Flucht der Iraner vor der Repression, ihr zermürbendes Warten vor dem UNHCR-Gebäude in Ankara. Riahi konzentriert sich dabei auf die inneren Konflikte der Figuren. Ihre Lösung überrascht: Sie liegt in der ebenso kompromisslosen wie unpolitischen Antwort auf die Fragen des Lebens.

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Ein Augenblick der Freiheit

Österreich, Frankreich 2008

Länge: 110 Min.

Regie: Arash T. Riahi

Darsteller: Navid Akhavan, Pourya Mahyari

impulse-Bewertung: 5 von 5 Punkten

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