Diverses Ein verrücktes Paar

Findige Einzelhändler kombinieren zwei völlig unterschiedliche ­Angebote. Diese Idee findet immer mehr ­begeisterte Kunden.

Passanten im Hamburger Schanzenviertel staunen nicht schlecht, wenn sie das „Scarpovino“ betreten. Dort stoßen sie auf ein ungewöhnliches Warenangebot. Wie im Firmennamen angekündigt verkaufen Ladeninhaber Bärbel und Hermann Dreyer in ihrem Geschäft Schuhe (italienisch „scarpe“) und Wein (italienisch „vino“).

Der ausgefallene Produktmix kommt bei den Kunden an. Heute präsentieren die Händler auf 150 Quadratmetern etwa 800 Weine und 600 Paar Schuhe. „Wir machen glänzende Geschäfte“, bilanziert Dreyer. Aktuell hat der Rebensaft die Nase vorn: Etwas mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet das Unternehmerduo mit dem Verkauf von Weinen.

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Überraschendes Angebot

Die Dreyers sind stolz auf ihren Erfolg. Gehören sie doch zu den Pionieren so genannter Two-in-one- oder Kombi-Läden. Die Idee: Die Geschäftsinhaber bieten zwei völlig unterschiedliche Produkte an, davon eines aus dem Bereich Lebensmittel. Dies bietet die Möglichkeit, das Geschäft um eine kleine Gastronomie zu erweitern. „Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt“, sagt Handelsexperte Claudius Schmitz aus Krefeld, Professor an der Fachhochschule Gelsenkirchen. Die Hauptsache: „Das Waren- und Service-Angebot überrascht die Kunden, es ruft Emotionen hervor und schafft Atmosphäre.“

Innovative Geschäfte dieser Couleur liegen voll im Trend. „Immer mehr Händler entdecken das Konzept des Kombi-Ladens und setzen es erfolgreich um“, beobachtet Einzelhandelsberater Wolf Jochen Schulte-Hillen aus Laer bei Münster.

Ein sehr eigenes Angebot beschert auch Wolfgang Michalowski gute Geschäfte. In seinem Hamburger Laden „Choco and Shoes“ verkauft er seit einem Jahr Schuhe – und auch Schokolade. Beides bietet der Verkäufer in Top-Qualität und zu Premium-Preisen an: belgische oder französische Tafeln für zehn Euro und Budapester Schuhe für 430 Euro.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 09/2005, Seite 48, nachlesen.

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